Chodorkowski: Doch ein milderes Urteil?

- Moskau - Der russische Geschäftsmann Michail Chodorkowski kann auf eine mildere Strafe als die von der Staatsanwaltschaft geforderten zehn Jahre Haft hoffen. Am vierten Tag der Urteilsverkündung im Prozess gegen den einstigen Yukos-Chef erklärte Richterin Irina Kolesnikowa, das Strafmaß für einen Anklagepunkt werde auf Grundlage des Strafgesetzbuches von 1995 festgelegt.

<P>Zur Begründung führte die Richterin aus, das Chodorkowski zu Last gelegte Vergehen des Betrugs in einer Scheinauktion habe sich 1994 zugetragen, als noch das alte Gesetz galt. Demnach droht Chodorkowski und dem Mitangeklagten Platon Lebedew in diesem Punkt eine Strafe von vier bis zehn Jahren.<BR><BR>Insgesamt sind Chodorkowski und Lebedew in sieben Punkten angeklagt, darunter Betrug, Steuerhinterziehung und Veruntreuung. Obwohl die Urteilsverkündung schon am Montag begann, zeichnete sich auch gestern noch kein formeller Schuldspruch ab. Richterin Kolesnikowa verlas wie schon an den Vortagen die Argumente von Staatsanwaltschaft und Verteidigung sowie Kommentare des Gerichtes, ohne eine Entscheidung in Aussicht zu stellen.<BR></P>

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