Chávez droht USA wegen Streit mit Exxon Mobil mit Ölembargo

Caracas - Im Streit mit dem Ölkonzern Exxon Mobil hat Venezuelas Staatschef Hugo Chávez den USA mit einem Ölembargo gedroht.

Die Chefs des US-Unternehmens seien "Banditen", sagte Chávez am Sonntag in seiner Fernseh- und Radiosendung "Alo Presidente". Vergangene Woche hatte der weltgrößte Ölkonzern im Rechtsstreit um die Verstaatlichung seiner Ölfelder in Venezuela einen Erfolg gefeiert, als der oberste britische Gerichtshof die Einfrierung von Vermögen der staatlichen venezolanischen Ölgesellschaft PDVSA in Höhe von bis zu 12 Milliarden US-Dollar entschied.

Der Linksnationalist Chávez warnte außerdem am Sonntag, bei einer "Fortsetzung des Erdölkrieges gegen Venezuela" könne der Ölpreis auf 200 US-Dollar pro Barrel in die Höhe schiessen. Er habe Informationen, wonach andere Unternehmen ähnliche Schritte gegen Venezuela planten. Exxon Mobil fordert eine Entschädigung für die Enteignung von Ölfeldern. Der Konzern hat bereits rechtliche Schritte in verschiedenen Ländern eingeleitet. Ein US-Gericht hatte zuvor bereits 300 Millionen US-Dollar von PDVSA eingefroren.

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