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Die zu den führenden US-Großbanken zählende Wachovia führte bereits seit Tagen Verkaufsverhandlungen mit mehreren Banken.

Citigroup übernimmt Teile von US-Bank Wachovia

Citigroup übernimmt Teile von US-Bank Wachovia

New York ( dpa ) - Mit dem spektakulären Notverkauf der US-Großbank Wachovia hat die Übernahmewelle in der amerikanischen Finanzbranche einen neuen Höhepunkt erreicht.

Der Citigroup-Konzern schluckt den Großteil der durch die Kreditkrise angeschlagenen viertgrößten US-Bank für gut zwei Milliarden Dollar in Aktien und übernimmt einen Schuldenberg in Höhe von insgesamt mehr als 53 Milliarden Dollar (37 Mrd Euro). Der Kauf erfolgte am Montag auf massiven Druck der US- Regierung und der Bankenaufsicht hin.

In der US-Bankenbranche kristallisieren sich durch die Umwälzungen der Kreditkrise damit nur noch drei große landesweite Spieler im Filialgeschäft heraus: Citigroup sieht sich durch die Übernahme als neue Nummer eins bei Privatkunden mit knapp zehn Prozent Marktanteil vor J.P. Morgan Chase und der Bank of America . Erst vergangene Woche hatte J.P. Morgan nach der größten Banken-Pleite der US-Geschichte die zusammengebrochene US-Sparkasse Washington Mutal übernommen.

Die traditionsreiche Wachovia war nach einem Rekordminus und einem Kurssturz an der Börse zuletzt immer stärker unter Druck geraten. Sie führte seit Tagen Verkaufsverhandlungen mit mehreren Banken. Wachovia sei nicht zusammengebrochen, betonte die staatliche Einlagensicherung FDIC ( Federal Deposit Insurance Corporation ) in Washington . Der Schritt sei aber nötig gewesen, um das Vertrauen in die Bankenbranche zu erhalten, sagte FDIC-Chefin Sheila Bair .

Um den Kauf zu stemmen, will sich die Citigroup zehn Milliarden Dollar frisches Kapital besorgen. Die Bank streicht ihre Dividende zudem um die Hälfte zusammen. Citigroup und FDIC teilen sich die Risiken bei Wachovia. So werde die Citigroup bis zu 42 Milliarden Dollar mögliche Verluste n aus riskanten Wachovia-Krediten von 312 Milliarden Dollar direkt schultern. Darüber hinausgehende Ausfälle sichere die FDIC ab. Dafür erhalte sie aber Citigroup- Vorzugsaktien für zwölf Milliarden Dollar. Die Citigroup-Aktie verlor am Montag zum Handelsstart in einem sehr schwachen Gesamtmarkt etwas mehr als ein Prozent auf 19,85 Dollar.

Die Citigroup gehörte bis vor kurzem wegen hoher Verluste zu den größten Opfern der Kreditkrise und startete den Verkauf umfangreicher Konzernteile. Ihr deutsches Filialgeschäft gab die Bank erst im Juli an die französische Genossenschaftsbank Credit Mutuel ab. Von Wachovia übernimmt die Citigroup nun Vermögenswerte von rund 700 Milliarden Dollar. Der neue Gesamtkonzern habe rund 4300 Filialen in den USA und weitere 3300 weltweit.

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