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Martin Blessing verzichtet auf seine Boni.

"Nur" 1,39 Mio. Euro

ER ist der Dax-Chef mit dem kleinsten Gehalt

Frankfurt/Main - 29 der insgesamt 30 Dax-Unternehmen haben ihre Geschäftsberichte und damit auch die Bezüge ihrer Vorstandsvorsitzenden veröffentlicht. Der am schlechtesten bezahlte sitzt einer Bank vor.

Commerzbank-Chef Martin Blessing ist der am schlechtesten bezahlte Vorstandsvorsitzende im Dax. Blessings Bezüge für das Jahr 2013 summieren sich auf 1,38 (Vorjahr: 1,39) Millionen Euro, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht der Bank hervorgeht. Unter den bislang 29 veröffentlichten Vergütungsberichten der 30 Konzerne im Deutschen Aktienindex ist die Commerzbank damit Schlusslicht: Blessing liegt noch hinter Lufthansa-Chef Christoph Franz, der 1,8 Millionen Euro erhält.

Insgesamt verdienten die neun Vorstände, die 2013 auf der Gehaltsliste der zweitgrößten deutschen Bank standen, rund 13,3 (12,9) Millionen Euro. Damit erhält der gesamte Commerzbank-Vorstand weniger, als die beiden Co-Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank: Anshu Jain und Jürgen Fitschen bekommen für das Jahr 2013 zusammen 15 Millionen Euro. Ein Teil dieser Gelder wird erst zeitversetzt abhängig vom Geschäftserfolg ausgezahlt.

Blessings Vorstandskollegen kassierten mehr

Wegen seines erneuten Verzichts auf Boni ist Blessing auch im Kreise seiner Vorstandskollegen bei der Commerzbank derjenige mit der niedrigsten Vergütung. Die übrigen Commerzbank-Vorstände erhielten bis zu rund 700 000 Euro in bar und in Aktien zusätzlich zu ihrem Grundgehalt von jeweils 750 000 Euro. Bestbezahlter Commerzbank-Vorstand ist demnach Investmentbank-Chef Michael Reuther, dessen Vergütung für 2013 sich auf 1,51 Millionen Euro summiert. Knapp dahinter liegt Commerzbank-Privatkundenvorstand Martin Zielke.

Dass er für 2013 wie im Vorjahr auf Boni verzichten werde, hatte Blessing bereits bei der Bilanz-Vorlage im Februar angekündigt: Ein Überschuss von 78 Millionen Euro sei aus seiner Sicht noch nicht signifikant genug, um eine variable Vergütung zu kassieren. Auch das Jahr 2014 werde herausfordernd, bekräftigte die Bank am Freitag. „Gleichwohl erwartet die Commerzbank eine Verbesserung des operativen Ergebnisses gegenüber 2013.“

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dpa

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