Commerzbank schränkt Bonuszahlungen ein

Frankfurt/Main - Manager und Investmentbanker bei der Commerzbank sollen künftig Fehler mit empfindlichen Einkommensverlusten büßen, wie die Bank am Dienstag mitteilte.

Durch ein neues Vergütungssystem sollten Anreize gegeben werden, langfristig für den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens zu arbeiten. Damit folgt die teilverstaatlichte Bank auch Regeln des im Sommer verabschiedeten Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung. Nach den neuen Bestimmungen erhalten die rund 500 Manager der ersten und zweiten Führungsebene sowie die übrigen außertariflich bezahlten Mitarbeiter ab 1. Januar 2010 einen nicht näher bezifferten Teil ihrer Bonuszahlungen als sogenannte Share Awards, die erst drei Jahre später zur Auszahlung kommen.

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Als “Share Awards“ werden von der Bank virtuelle Aktien bezeichnet. Die tatsächliche Barauszahlung hängt also von der mittelfristigen Entwicklung des Aktienkurses ab. Die Festgehälter bleiben unverändert. “Die Ergebnisorientierung der variablen Vergütung führt in besseren Zeiten zu höheren und in schlechteren Zeiten zu niedrigeren Zahlungen“, betonte Commerzbank-Personalvorstand Ulrich Sieber. Ansprüche könnten auch verfallen, etwa wenn aus Sicht der Bank zu hohe Risiken eingegangen worden seien, erläuterte die Bank. Die Vergütung unterliege damit einem Bonus-Malus-System.

Beträge in Bonusbank können verloren gehen

Noch deutlich wird das im Investmentbanking. Die rund 2.000 Mitarbeiter in diesem Bereich, in dem der variable Anteil der Gesamtvergütung ohnehin höher ist als in den anderen Geschäftsbereichen, bekommen den Angaben zufolge künftig zwei Drittel ihrer Boni erst mit zeitlicher Verzögerung. Die eine Hälfte davon entfällt auf “Share Awards“, die andere wird in einer Bonusbank angespart. Hier gebe es ein zusätzliches Malussystem, erklärte die Bank. Würden Ziele nicht erreicht, gingen in die Bonusbank eingezahlte Beträge ganz oder teilweise verloren.

ap

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