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Nicht nur die Stadt, sondern den weltweiten Finanzmarkt im Blick: die Commerzbank, hier die Unternehmenszentrale in Frankfurt.

Wealth Management und Mittelstand

Alle Leistungen aus einer Hand

Im Wettbewerb um vermögende Kunden setzt die Commerzbank auf ihre Stärke als Haus mit breit gefächertem Angebot und ganzheitlicher Betreuung.

Die Commerzbank versteht sich als Bank für den Mittelstand. Fest macht sie dies am Know-how ihrer Kundenbetreuer, aber auch an ihrer Position: „Wir haben die größte Marktdurchdringung“, sagt Jens Dittmar, Direktor und Mitglied der Geschäftsleitung Bayern. Annähernd die Hälfte aller Mittelständler pflege eine Geschäftsbeziehung mit der Commerzbank.

Die Brücke zum Privatkundengeschäft ist schnell geschlagen: Wenn Unternehmer zum Beispiel ihre Firma verkaufen und das Geld für ihre Absicherung anlegen wollen, sind die Spezialisten aus dem Wealth Management ebenso gefragt, wie wenn es um Nachfolge und Vererben geht. „Solche Themen sollte man frühzeitig und ganzheitlich regeln“, sagt Dittmar, geht es doch auch um die Fragen, ob beispielsweise genug Liquidität vorhanden ist, damit die Erbschaftssteuer nicht zum Problem wird.

Jens Dittmar, Direktor und Mitglied der Geschäftsleitung Bayern der Commerzbank, sieht die Bank gut aufgestellt, um im Markt die eigene Position zu festigen.

Die Experten aus dem Wealth Management der Commerzbank arbeitenauf vielen Gebieten eng mit den Kollegen anderer Abteilungen der internationalen Großbank zusammen. Davon profitieren die Kunden, ist der Direktor überzeugt: „Wir haben Berater und Spezialisten aus allen wichtigen Fachgebieten im eigenen Haus.“ Die Bank decke sowohl die Privat- als auch die Firmenseite ab, „wir können als weltweit agierende Bank unsere Kunden überallhin begleiten. Mit der Mittelstandsbank können wir die geschäftlichen Konstruktionen gestalten, die für den Kunden interessant sind, und privat können wir auch Immobilientransaktionen gut finanzieren“, beschreibt Dittmar einen der vielen Vorteile des Hauses.

Der Kunde hat einen verantwortlichen Ansprechpartner, den so genannten Relationshipmanager, der je nach Bedarf etwa Wertpapier- oder Kreditspezialisten hinzuzieht. Das Wealth Management gewinnt viele Kunden aus dem Kontakt mit der Mittelstandsbank, aber auch über Empfehlungen. Die Wealth Manager der Commerzbank verstehen sich als Partner ihrer Kunden, besonders, wenn es um komplexe Vermögensfragen geht. Zielgruppe für das Wealth Management sind Kunden mit liquiden Mitteln ab etwa einer Million Euro.

Im Wertpapiergeschäft entscheiden sich rund 40 Prozent der Kunden für die Vermögensverwaltung, 60 Prozent für das individuelle Handeln mit Beratung. Auch bei den Gebührenmodellen können sie wählen – entweder ein Pauschalentgelt, das alle Transaktionen abdeckt, oder nach einzelnen Transaktionen. „Wir müssen keine hauseigenen Produkte verkaufen“, betont Dittmar; „die Portfolios unserer Vermögensverwaltung enthalten zum Beispiel maximal zehn Prozent hauseigene Produkte.“

Wobei es kein Makel sein muss, eigene Produkte zu verwenden – im Gegenteil: Die Kunden können aus der vielfältigen Expertise der Bank viele Vorteile ziehen, ist der Vermögensspezialist überzeugt. Zum Beispiel bei Zertifikaten: „Wir können für die Kunden individuelle, maßgeschneiderte Lösungen gestalten.“ Etwa für die Depotabsicherung. Das sei oft günstiger als eine Absicherung unmittelbar mit Optionen. „Wir prüfen alle Angebote am Markt und suchen die beste Lösung für unsere Kunden“, sagt Dittmar.

Auch bei unternehmerischen Beteiligungen seien die weit gefächerten Verbindungen der Bank hilfreich. „Wir stellen Kontakte her und können Kunden so zusammenbringen.“ Als Beispiele nennt Dittmar Firmenverkäufe oder Beteiligungen an Kindergärten oder alternativen Investments wie Holzkraftwerke. Solche Projekte sind meist langfristiger Natur, „die Kunden erwarten daher, dass wir sie auch langfristig betreuen.“ Der Direktor verweist in dem Zusammenhang darauf, dass die Mitarbeiter des Wealth Management im Durchschnitt 15 Jahre bei der Bank tätig seien.

Zum täglichen Geschäft der Vermögensspezialisten gehört vor allen Dingen die individuelle Anlageberatung. „Qualitätsaktien gehören aktuell ins Depot“, betont Dittmar. Mit einer guten Dividendenrendite wirken sie gegen die Ertragsschwäche der Niedrigzinsphase. Gute Unternehmensanleihen und ETFs (Exchange Traded Funds, indexorientierte und dadurch kostengünstige Fonds) spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, ebenso offene Immobilienfonds. Ein durchschnittliches wachstumsorientiertes Depot enthält derzeit rund 45 Prozent Aktien, 25 Prozent Anleihen, bis zu zwölf Prozent Immobilien sowie weitere spezielle Investments (Öl, Gold, Edelmetalle).

Rund 100 Mitarbeiter betreuen derzeit die Kunden im Wealth Management der Commerzbank in Bayern. Der Markt in München wächst nach Beobachtung von Dittmar, ebenso das Geschäft der Commerzbank – sowohl mit Blick auf die Volumina als auch die Kundenzahl. Aber der Wettbewerb sei sehr intensiv. Doch der Direktor bleibt gelassen. Er sieht die Bank gut aufgestellt, um in diesem Markt die eigene Position zu festigen.

Jürgen Grosche

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