Commerzbank-Chef schließt Fusion mit HypoVereinsbank nicht aus

- Frankfurt/München - Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller hält einen Zusammenschluss seines Instituts mit der HypoVereinsbank (HVB) noch in diesem Jahr für denkbar. "Ich kann eine Fusion nicht ausschließen, auch nicht für das laufende Jahr", sagte Müller der "Berliner Zeitung". Es sei kein Geheimnis, dass eine Fusion mit der HVB eine mögliche Option für die Zukunft sei. "Aussagen von Vorständen fremder Unternehmen kommentieren wir nicht", sagte Martin T. Roth, Sprecher der HypoVereinsbank, dazu unserer Zeitung.

<P>Müller sagte, momentan führe die Commerzbank keine Fusions- oder Übernahmeverhandlungen. Zunächst müssten alle Banken ihre Jahresabschlüsse durch die Hauptversammlungen schicken und die Quartalszahlen berichten. "Da fast alle Institute im vergangenen Jahr Sondermaßnahmen durchgeführt haben, werden wir uns erst dann einen wirklichen Einblick in die Ertragsfähigkeit der Wettbewerber verschaffen können", sagte der Commerzbank-Chef. Grundsätzlich sei seine Bank an der Erhöhung ihres Marktanteils mittels Übernahme anderer Banken interessiert: "Wann immer sich sinnvolle Möglichkeiten zum Zukauf bieten, wollen wir diese nutzen."<BR><BR>Müller forderte gemeinsame Anstrengungen von Politik und Wirtschaft, um den Deutschen wieder mehr Vertrauen in die politische und wirtschaftliche Entwicklung zu geben und damit das Angstsparen der Bevölkerung zu beenden, das mitverantwortlich für die Konjunkturschwäche sei. "Wenn die Sparquote nur auf neun Prozent zurückginge, könnten bis zu 30 Milliarden Euro mehr in den Konsum fließen. Das wäre ein immenser Schub für die Beschäftigung in Deutschland", erklärte Müller.<BR><BR>Unterdessen berichtete die "Süddeutsche Zeitung", beim Personalabbau der Dresdner Bank seien voraussichtlich betriebsbedingte Kündigungen doch nicht ganz zu vermeiden. Der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Dresdner Bank, Peter Haimerl, hält es nicht mehr für realistisch, dass sich der geplante Personalabbau von 4700 Stellen über freiwillig vereinbarte Aufhebungsverträge erreichen lässt. "Es wird punktuell, aber nicht flächendeckend zu betriebsbedingten Kündigungen kommen. Diese sehe ich eher in der Zentrale, bei den Mitarbeitern in den Support- und Serviceeinheiten, als in der Region", sagte Haimerl der "Süddeutschen Zeitung". Die Dresdner Bank hatte geplant, sich bis Ende 2005 von 4700 Mitarbeitern ohne betriebsbedingte Kündigungen zu trennen. Der Zeitung zufolge<BR><BR>Bei Dresdner Bank mehr als 4700 Stellen in Gefahr</P><P>haben aber erst etwa 1200 Banker einen Aufhebungsvertrag unterschrieben. Haimerl, der auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Bank ist, hält es für möglich, dass es über die Zahl von 4700 hinaus noch zu einem weiteren Abbau von Arbeitsplätzen kommt. <BR></P>

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