Computer-Branche sieht sich vor Cebit endlich wieder im Aufwind

- Hannover- Unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen startet morgen in Hannover die weltgrößte High-Tech-Messe Cebit. Die Branche um Computer und Telekommunikation sieht sich nach mehreren flauen Jahren endlich wieder im Aufwind. Im Mittelpunkt stehen der schnelle Mobilfunkstandard UMTS, das Internet und digitale Unterhaltungselektronik. Nach den Terroranschlägen von Madrid wird die Polizei mit deutlich mehr Kräften im Einsatz sein als zunächst geplant und auch Zivilstreifen zum Schutz von Ausstellern und Besuchern einsetzen.

Es gebe zwar keine Anhaltspunkte für eine besondere Gefährdungssituation für die CeBIT, sagte Polizei-Einsatzleiter Olaf Gösmann. Nach den Anschlägen in Spanien gebe es aber eine "erhöhte abstrakte Gefahr". Unmittelbar nach den Attentaten hatte es noch geheißen, die Sicherheitsvorkehrung in Hannover würden nicht verschärft.<BR><BR>Bei der Cebit zeigen bis zum 24. März mehr als 6400 Aussteller aus über 60 Ländern ihre neuesten Produkte und Entwicklungen. Das sind 200 Firmen weniger als vor einem Jahr. Auch die Besucherzahl dürfte zurückgehen. Die Deutsche Messe AG erwartet mehr als 500 000 Gäste nach 560 000 im Vorjahr. Allerdings dauerte die Messe 2003 noch einen Tag länger. Bundeskanzler Gerhard Schröder soll die Cebit heute Abend eröffnen.<BR><BR>Nach mehreren schlechten Jahren hofft die Branche, 2004 wieder richtig in Fahrt zu kommen. Der deutsche Branchenverband BITKOM rechnet mit einem Wachstum des Weltmarktes von 4,3 Prozent in diesem und 6 Prozent im nächsten Jahr. Der BITKOM geht davon aus, dass es in einigen Bereichen, etwa bei Kamera-Handys, Digitalfotografie, Notebooks oder Sicherheit, Wachstumsraten geben wird, die an die Erfolge der 90er Jahre anknüpfen.<BR><BR>Bei der Verbraucher-Elektronik hat der Markt 2003 einen grundsätzlichen Wechsel vollzogen. Die digitalen Geräte zogen an den analogen vorbei. Im vergangenen Jahr lagen die Umsätze mit Digital-Geräten in Westeuropa bei 24,4 Milliarden Euro, mit analogen bei 20 Milliarden Euro. Die Umsätze mit Digitalkameras sind inzwischen höher als der gesamte analoge Hifi-, Audio- und Video-Bereich. Für dieses Jahr rechnen die Hersteller von Haushaltselektronik in Deutschland mit einem Plus von gut 4,5 % auf 10,7 Milliarden Euro, teilte der Branchenverband gfu mit.<BR>

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