Computerkonzern HP mit mehr Gewinn als erwartet

Palo Alto - Der führende PC-Hersteller Hewlett-Packard (HP) verdient weiter kräftig am weltweiten Notebook-Boom. Der Überschuss kletterte im dritten Geschäftsquartal des Computerkonzerns um 14 Prozent auf 2,0 Milliarden Dollar (1,4 Mrd Euro).

Der Umsatz legte auch dank eines starken Europa-Geschäfts im Vergleich zum Vorjahr um gut zehn Prozent auf 28,0 Milliarden Dollar zu. HP rechne wegen seines globalen Geschäfts und dank Kostensenkungen auch künftig mit deutlich steigenden Gewinnen, sagte Konzernchef Mark Hurd am Dienstag nach US-Börsenschluss in Palo Alto (Kalifornien).

Mit seinen Zahlen für das zum 31. Juli beendete Geschäftsquartal übertraf Hewlett-Packard die Erwartungen der Analysten. Etwa die Hälfte des Umsatzwachstums verdankte der Konzern Währungseffekten durch den schwachen Dollar. Mehr als zwei Drittel seiner Erlöse erzielt HP außerhalb des US-Heimatmarktes. Für die laufenden letzten drei Monaten des Geschäftsjahres erwartet HP einen Umsatz zwischen 30,2 und 30,3 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie soll 0,95 bis 0,97 Dollar betragen und damit ebenfalls über den bisherigen Expertenschätzungen liegen. Die Aktie stieg nachbörslich deutlich.

Der weltweite PC-Markt hatte im zweiten Quartal insgesamt ein starkes Wachstum von 16 Prozent verzeichnet. Hewlett-Packard ist nach Angaben des Marktforschers Gartner weiter Branchenführer mit gut 18 Prozent Marktanteil. Der Vorsprung vor dem US-Rivalen Dell (knapp 16 Prozent) wird aber wieder kleiner. Dell legt seine Quartalszahlen in der nächsten Woche vor. Nummer drei weltweit ist der taiwanesische Computerbauer Acer (9 Prozent), der in Deutschland zuletzt sogar den Sprung auf Platz eins vor Fujitsu Siemens schaffte.

Hewlett-Packard verdient sein Geld vor allem mit Desktop-Rechnern, Monitoren, Notebooks und Druckern. In der PC-Sparte stieg der Umsatz auch dank mehr Designvarianten stark (plus 15 Prozent). Der Bereich steht für gut ein Drittel des Konzernumsatzes. Immer wichtiger wird die Service-Sparte (plus 14 Prozent), die schon fast ein Fünftel des Geschäfts ausmacht. Mit dem vor drei Monaten angekündigten Zukauf des IT-Dienstleisters EDS für 12,6 Milliarden Dollar will HP hier weiter deutlich wachsen und besonders dem IBM-Konzern Konkurrenz machen.

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