Condor fliegt im Jubiläumsjahr Gewinn ein

- Frankfurt - Die Fluggesellschaft Condor startet nach erfolgreicher Sanierung im Jubiläumsjahr wieder durch. Die Zahl der beförderten Passagiere stieg in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2005/2006 um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, die Umsätze legten um 14 Prozent zu, teilte das Unternehmen mit.

Die zum Reisekonzern Thomas Cook gehörende Fluglinie, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum feiert, war im vergangenen Geschäftsjahr wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Condor flog einen Vorsteuergewinn von 20,5 Millionen Euro ein nach einem Minus von 38 Millionen im Vorjahr. Der Umsatz verbesserte sich um 0,7 Prozent auf 1,13 Milliarden Euro. Trotz der hohen Kerosinpreise konnten die Stückkosten gesenkt werden.

Alles sei prima, sagt Ralf Teckentrup, Sprecher der Geschäftsführung. Condor habe sich das Ziel gesetzt, die größte Ferien-Fluggesellschaft zu werden. Vor 50 Jahren fing mit einer Pilgerreise nach Jerusalem der lange währende Erfolgsflug der Condor an. Ins Schlingern geriet die Fluggesellschaft Anfang dieses Jahrtausends. 2002/2003 steckte die zum Touristikkonzern Thomas Cook gehörende Airline mit 101 Millionen Euro in den roten Zahlen.

Im Jahr 2002/03 hatte Condor 2800 Mitarbeiter und 47 Flugzeuge bei 6,5 Millionen Passagieren. 2004/05 waren es lediglich noch 2200 Mitarbeiter und 36 Flieger, die 800 000 Reisende mehr beförderten.

"Ein Airbus A 320 mittleren Alters", rechnet Teckentrup vor, koste ohne jeden Flugkilometer im Monat 30 000 Euro. In den nächsten Jahren müsse die Gesellschaft eine Vorsteuerrendite von 8 bis 8,5 Prozent erreichen, also über 80 Millionen Euro Gewinn bei einem Umsatz von einer Milliarde Euro. Das bedeutet weitere Kostensenkungen.

So seien die durchschnittlichen Bodenzeiten der Flieger von einer Stunde eindeutig zu lang. Die Pünktlichkeitsrate soll von 80 auf 90 Prozent erhöht werden. Jede Stunde Verspätung koste etwa 3000 Euro. Vor allem müssten die Passagierzahlen steigen. Für die Sommersaison 2006 verzeichnet Condor über 32 Prozent mehr Flugbuchungen als im Vorjahr. Als Grund dafür nennt Teckentrup, der vor seiner Condor-Zeit für die Lufthansa das zweite Terminal am Flughafen in Erding managte, insbesondere die Städtereisen ab München.

Als Erfolgsfaktoren auf dem Weg zur Nummer 1 der Ferienflieger in Deutschland nannte Teckentrup Qualität zu günstigen Preisen und einfache, kundenfreundliche Prozesse. Das nächste Ziel in diesem Zusammenhang sei die Möglichkeit des Check-in ohne Papierticket.

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