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Conti-Aufsichtsratsvorsitzender Rolf Koerfer.

Conti für Zusammengehen mit Schaeffler

Hannover - Der Aufsichtsrat des Automobilzulieferers Continental hat am Montag grünes Licht für die Prüfung einer Zusammenführung mit dem angeschlagenen Familienunternehmen Schaeffler gegeben.

Dieser Prüfprozess sei “ergebnisoffen“ und solle bis Ende Juli abgeschlossen sein, teilte Conti am Abend nach einer Sitzung des Aufsichtsrates mit. Es sollten alle Aspekte geprüft werden, insbesondere die finanzielle Tragfähigkeit. Parallel sollten auch alternative Optionen analysiert werden.

Der Zulieferer Schaeffler aus dem fränkischen Herzogenaurach hat sich bei der auf Pump finanzierten Übernahme des größeren Continental-Konzerns im Zuge der Finanzkrise übernommen. Das Familienunternehmen steht mit rund 12 Milliarden Euro in der Kreide und bittet um Milliarden-Staatshilfen. Conti ist mit rund elf Milliarden Euro verschuldet und schreibt rote Zahlen.

“Wir müssen sorgfältig und verantwortungsvoll prüfen, ob eine vollständige Zusammenführung von Continental und Schaeffler im wirtschaftlichen Interesse der Continental AG ist und von den anderen Beteiligten mitgetragen werden kann“, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Rolf Koerfer laut einer Mitteilung.

“Die industrielle Logik dieser Verbindung liegt jedenfalls auf der Hand. Wir haben die große Chance, hier in Deutschland den zweitgrößten Automobilzulieferer der Welt zu schaffen.“

Der Vorsitzende der Geschäftsleitung der Schaeffler Gruppe und Mitglied des Conti-Aufsichtsrats, Jürgen M. Geißinger , sagte: “Ich bin überzeugt, dass eine Zusammenführung operative und technologische Vorteile für beide Unternehmen und ihre Kunden bringen kann. Die zentrale Frage ist, wie das industrielle Konzept am besten umgesetzt werden kann. Hierbei sind die wirtschaftlichen und finanziellen Chancen und Risiken jedoch sorgfältig abzuwägen.“

dpa

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