Peter Altmaier
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Peter Altmaier (CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie, blickt optimistisch in die Zukunft.

Konjunkturelle Entwicklung

Corona-Krise: Hoffnung für die deutsche Wirtschaft? Altmaier mit Prognose: „Werden einen Aufschwung erleben“

  • Astrid Theil
    vonAstrid Theil
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Laut Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) gibt es Grund zu hoffen. Die deutsche Wirtschaft entwickle sich nämlich positiver als ursprünglich prognostiziert.

Berlin - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zeigt sich in Bezug auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland optimistisch. „Trotz der andauernden Lockdown-Situation entwickelt sich die Wirtschaft stärker, als von vielen erwartet“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Noch im Januar wurde ein Wachstum von drei Prozent diagnostiziert. Nun wird noch optimistischer in die Zukunft geblickt: „Nach den aktuellen Zahlen sieht es sogar noch etwas besser aus.“

Anlass für diese Äußerungen ist die Frühjahrsprojektion der Bundesregierung, die am kommenden Dienstag vorgestellt wird und welche die Prognosen der Bundesregierung zur konjunkturellen Entwicklung bekannt gibt. „Es besteht Grund zu Optimismus. Wir werden in diesem Jahr den Wirtschaftseinbruch nicht nur stoppen, sondern umkehren“, kommentierte Altmaier. „Wir werden in diesem Jahr einen Aufschwung erleben.“

Wirtschaftsminister Altmaier: Weitere Unterstützung für geschwächte Wirtschaftsbereiche

Die Konjunktur betreffe aber nicht alle Wirtschaftsbereiche, weswegen Altmaier von einer „gespaltenen Konjunktur“ sprach. Denn die Notbremse habe „starke Auswirkungen im Bereich des Einzelhandels, der Gastronomie und der Hotellerie“. Andere Bereiche wie die Industrie würden sich aber weiterhin gut entwickeln. Altmaier sicherte bei dieser Gelegenheit weitere Unterstützung zu: „Ich kämpfe dafür, dass unser erfolgreiches und wirksames Hilfsprogramm, die sogenannte Überbrückungshilfe III, über den Juni hinaus bis zum Ende des Jahres verlängert wird.“ Er sei sicher, dass sich Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) diesem „nicht verschließen“ werde.

Der Einzelhandel, die Gastronomie und die körpernahe Dienstleistung leiden nach wie vor stark unter den Corona-Maßnahmen. Um diese Branchen zu unterstützen, hat der Staat laut Altmaier „allein seit November Hilfsgelder in der Größenordnung von über 15 Milliarden Euro gezahlt“. Altmaier betonte, dass ihm die „Verzweiflung vieler Geschäftsinhaber, Gastronomen, Hoteliers oder Kreativer“ sehr nahegehe. Deshalb seien Anfang März Lockerungen beschlossen worden. Wegen steigender Infektionszahlen müsse nun aber die Notbremse greifen.

Deutsche Wirtschaft: Vorkrisen-Niveau wird erst 2022 erreicht

Darüber hinaus sei eine Massenarbeitslosigkeit durch die Kurzarbeiterregelung vermieden worden und die Weltkonjunktur wieder angesprungen. Ein wenig dämpfte der Bundeswirtschaftsminister dann jedoch die Erwartungen: „Ein Aufschwung in diesem und im nächsten Jahr bedeutet nicht, dass es allen schon wieder so gut geht wie vor der Krise.“ Das Vorkrisen-Niveau werde man nämlich erst „spätestens 2022“ erreichen.

Altmaier betonte, dass die dritte Pandemie-Welle viele in dieser Dramatik nicht haben kommen sehen. Nichtsdestotrotz sei die Wirtschaft „in einer guten Verfassung“. Sowohl die Zahlen als auch die Moral seien in vielen Unternehmen wesentlich besser als ursprünglich prognostiziert. (at mit dpa/afp)

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