Thomas Bareiß (li.) - hier mit Kanzlerin Angela Merkel und Verkehrsminister Andreas Scheuer
+
Thomas Bareiß (li.) - hier mit Kanzlerin Angela Merkel und Verkehrsminister Andreas Scheuer

Merkur exklusiv

Merkels Beauftragter fordert nächste große Corona-Hilfe für die Gastro - „Dann werden wir einen Boom erleben“

  • Patrick Mayer
    VonPatrick Mayer
    schließen

Die Gastronomie muss in der Coronavirus-Pandemie in Deutschland hohe Einbußen hinnehmen. Thomas Bareiß, Parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, stellt jetzt eine Erleichterung in Aussicht.

München/Berlin - Das wäre ein großer Benefit: Im Kampf gegen die Folgen der Coronavirus-Pandemie hat der für Tourismus und Mittelstand zuständige Parlamentarische Staatssekretär Thomas Bareiß (CDU) eine dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer für die Gastronomie bei Speisen von 19 auf sieben Prozent gefordert. (Verfolgen Sie unsere Wirtschaftsberichterstattung auf unserer LinkedIn-Unternehmensseite und diskutieren Sie mit.)

Der Schwabe Bareiß ist in der Bundesregierung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ein enger Mitarbeiter von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

Gastronomie in Deutschland: Staatssekretär von Angela Merkel will niedrigen Mehrwertsteuersatz

„Wir haben die Tourismusbranche von Anfang an unterstützt, zum Beispiel durch einen niedrigeren Mehrwertsteuersatz für die Gastronomie. Dieser muss meiner Meinung nach langfristig entfristet werden“, sagte der 46-Jährige im Interview mit Merkur.de: „Und wir müssen die Touristen so schnell wie möglich zurückholen. Das machen wir durch mehr Sicherheit. Die Leute haben ein großes Bedürfnis, wieder zu verreisen. Im Sommer werden wir in der Tourismusbranche einen Boom erleben.“

Der niedrigere Mehrwertsteuersatz für Speisen in Restaurants, Wirtshäusern und Cafés gilt bislang befristet bis 31. Dezember 2022. Durch die Maßnahme sollen Mehreinnahmen ermöglicht werden. 

Entweder dadurch, dass durch günstigere Preise mehr Gäste kommen, oder dass den Gastronomen bei gleichen Preisen mehr Einnahmen aus den Umsätzen bleiben. Was den Tourismus angeht, wirbt Bareiß derweil für weltweit einheitliche Standards bei Covid-19-Testungen und digitalen Impfausweisen.

Corona-Pandemie in Deutschland: Merkel-Mitarbeiter fordert weltweit anerkannten Corona-Impfpass

„Ein Corona-Test, der in Malaysia, Brasilien oder bei uns gemacht wird, muss dieselben Kriterien erfüllen. Es wäre zudem hilfreich, wenn es einen global anerkannten Corona-Impfpass gibt“, erklärte der Bundestagsabgeordnete. 

Toursmisbeauftragter der Bundesregierung: Thomas Bareiß (CDU, li.), hier mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU).

Vielleicht müsste Deutschland ansonsten „von Gästen aus nicht-europäischen Staaten eine Corona-Impfung für die Einreise einfordern, wenn sie nicht in Quarantäne gehen wollen“, meinte der Schwabe: „Das schärfste Schwert ist und bleibt die Quarantäneverordnung. Das könnte dann ein paar Jahre so gehen, bis der Großteil der Weltbevölkerung durchgeimpft ist.“ (pm)

Auch interessant

Kommentare