Neue Zugangsbeschränkungen, Testpflicht und mehr

Corona-Notbremse: Das gilt jetzt bei Aldi, Lidl und Edeka

  • Jonas Raab
    vonJonas Raab
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Die bundesweite Corona-Notbremse lässt auch Supermärkte und Discounter nicht unberührt. Was im Lebensmitteleinzelhandel jetzt gilt.

München - Regel-Wirr-Warr um Lockdown und Corona-Notbremse: Das Bundeskabinett und Kanzlerin Angela Merkel haben sich am Dienstag auf eine Verlängerung des Lockdowns bis 9. Mai geeinigt. Dazu soll bald auch eine bundesweit einheitlich Notbremse ab einer 7-Tages-Inzidenz von 100 in Kraft treten. Bundestag und Bundesrat müssen die geplante Änderung des Infektionsschutzgesetz noch absegnen. Die Notbremse sieht unter anderem die Schließung von Geschäften sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen vor – und wirkt sich auch auf den Lebensmitteleinzelhandel aus.

Corona-Notbremse gezogen: Weniger Menschen bei Aldi, Lidl, Edeka und Co. erlaubt

(Fast) alle Läden müssen wieder zusperren, wenn die Notbremse greift, weil der Inzidenz-Grenzwert von 100 überschritten wurde. Ausnahmen gelten weiterhin für Lebensmittelhändler, Getränkemärkte, Drogerien, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Gartenmärkte, Apotheken, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Futtermittelmärkte. Der Verkauf von Waren, die über das übliche Sortiment des jeweiligen Geschäfts hinausgehen, ist dabei verboten.

In Geschäften, die weiterhin geöffnet haben, gilt bei einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern eine neue Kundenbegrenzung. Erlaubt ist ein Kunde pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche. Bisher waren in der Regel 10 Quadratmeter pro Kunde ausreichend. Liegt die Gesamtverkaufsfläche eines Geschäfts über 800 Quadratmeter, gilt eine Begrenzung von einem Kunden je 40 Quadratmeter Verkaufsfläche. Grundsätzlich gilt: Der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden muss in einem Geschäft garantiert sein.

Corona-Notbremse: Maskenpflicht, Schnelltests und geänderte Öffnungszeiten

Wie bisher müssen Kunden in geschlossenen Räumen eine FFP2- oder eine medizinische Atemschutzmaske tragen. Neu ist dagegen eine Pflicht für Angebote von Coronatests in Unternehmen. Die geänderte Arbeitsschutzverordnung sieht vor, dass Unternehmen mit höherem Kundenkontakt – also auch Lebensmittelhändler – ihren Beschäftigten zwei Corona-Schnelltests pro Woche zur Verfügung stellen müssen.

Weil für den Zeitraum von 21 Uhr abends bis 5 Uhr morgens eine Ausgangssperre verhängt wurde, müssen Lebensmittelhändler, die eigentlich länger als 21 Uhr offen haben, vorzeitig zusperren. Das Ausgabe und Lieferung von Speisen und Getränken ist weiterhin erlaubt. Schnelle Snacks dürfen aber nach wie vor nicht direkt vor Ort oder in der näheren Umgebung des Verkaufsstands verzehrt werden. Darüber hinaus ist der To-go-Verkauf zwischen 21 Uhr und 5 Uhr verboten.

Diese Maßnahmen gelten ab einer 7-Tages-Inzidenz von 100 und treten wieder außer Kraft, wenn der Schwellenwert an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten wird. Einen eigentümlichen und gefährlichen Fund machte währenddessen die Kundin einer Aldi-Filiale in Australien.

Rubriklistenbild: © Jens Kalaene/dpa/picture alliance

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