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„Ums nackte Überleben“ - Wirtschaft warnt vor längeren oder schärferen Corona-Beschränkungen

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Die Wirtschaft sieht die Diskussion um eine mögliche Verschärfung des bestehenden Teil-Lockdowns mit großer Sorge. Eine weitere Verschärfung würden viele Unternehmen nicht mehr überleben.

München - Die bayerische Wirtschaft sieht im Falle längerer oder verschärfter Einschränkungen wegen Corona viele Betriebe vor dem Aus. „In den stark betroffenen Branchen geht es schon jetzt für viele ums nackte Überleben, da die Unternehmen in den vergangenen Monaten ihre liquiden Mittel und Eigenkapital eingesetzt haben“, warnte der Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK), Eberhard Sasse am Freitag.

Er beruft sich dabei auf eine Umfrage unter rund 1000 Unternehmen. „Im Falle einer Verlängerung des aktuellen Lockdown light geben rund 40 Prozent der Betriebe in der Reisewirtschaft, Gastronomie, Kultur- und Kreativwirtschaft und im Eventbereich an, existenziell bedroht zu sein“, sagte Sasse. Bei einer Verschärfung der Maßnahmen würden ihm zufolge noch weitere Branchen in den „Corona*-Abwärtssog“ gezogen.

Zusammengestellte Tische und Stühle stehen vor einem geschlossenen Café in der Innenstadt. Seit Anfang November gilt in ganz Deutschland ein viermonatiger Teil-Lockdown.
Lockdown in München: Vor allem Gastronomen oder der Einzelhandel bangen um ihre Existenz. © Peter Kneffel/dpa

Schon jetzt verzeichneten 55 Prozent aller befragten Unternehmen eine sinkende oder komplett ausfallende Nachfrage wegen der Corona-Maßnahmen, sagte Sasse. „Bei einer Verlängerung des Teil-Lockdown rechnen fast zwei Drittel aller Unternehmen mit teils empfindlichen Umsatzeinbußen bis Jahresende.“ Dies betreffe besonders Branchen wie Gastronomie und Hotellerie, aber auch den Einzelhandel mit seinem Weihnachtsgeschäft. (dpa) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen Digital Redaktionsnetzwerks.

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