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Credit Suisse streicht 2.000 Stellen

Zürich - Der Gewinn der Schweizer Großbank Credit Suisse eingebrochen. Jetzt zieht das Unternehmen die Reißleine und streicht weltweit 2.000 Stellen.

Nach einem Gewinneinbruch im zweiten Quartal streicht die Schweizer Großbank Credit Suisse rund 2000 Arbeitsplätze. Das entspricht rund vier Prozent der Stellen, wie das Institut am Donnerstag in Zürich mitteilte. “Wir müssen erkennen, dass der aktuelle Gegenwind von den Märkten länger anhält, als wir uns das erhofft haben“, sagte Bankchef Brady Dougan.

Zwischen April und Juni sank der Überschuss des Geldhauses im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 52 Prozent auf 768 Millionen Franken (663 Mio. Euro). Das war noch schlechter als von Analysten befürchtet. Der Einbruch sei vor allem auf die Unsicherheit an den Kapitalmärkten und den starken Franken zurückzuführen, hieß es.

Das Image der Bank bekam schon in jüngster Zeit Kratzer: Wegen mutmaßlicher Hilfe zur Steuerhinterziehung ermittelt die Justiz nicht nur in Deutschland, sondern inzwischen auch in den USA gegen die Bank. Dougan betonte, dass sein Unternehmen die Ermittlungen sehr ernst nehme und “hart“ an einer Lösung arbeite. Er räumte ein, dass die Ermittlungen zu einem Imageverlust geführt hätten.

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Durch das Sparprogramm mit Stellenstreichungen fallen in diesem Jahr Kosten von bis zu 450 Millionen Franken an, 142 Millionen davon wurden bereits im zweiten Quartal verbucht. Von 2012 an verspricht sich das Institut dann Einsparungen von einer Milliarde Franken.

Vor allem das Investmentbanking enttäuschte auf ganzer Linie. In diesem Segment brach der Vorsteuergewinn um 71 Prozent auf 231 Millionen Franken ein. “Das Investmentbanking ist eine Katastrophe“, kommentierte Dirk Becker vom Analysehaus Kepler. Die Börse strafte die Credit Suisse ab: Die Aktie verlor am Vormittag rund 1,5 Prozent.

Der Vorsteuergewinn des Konzerns ging im zweiten Jahresviertel auf 1,1 Milliarden Franken zurück. Das war gut eine halbe Milliarde weniger als vor einem Jahr, davon gingen nach Angaben der Bank allein knapp 350 Millionen auf das Konto des starken Schweizer Franken. Die Schweizer Finanzunternehmen wickeln einen Großteil ihrer Geschäfte in US-Dollar ab, müssen bei der Bilanzierung deswegen derzeit erhebliche Wechselkursverluste wegstecken.

dpa

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