Cromme dementiert Spekulationen

Siemens: - München - Der neue Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme will die Wogen in der Siemens-Führungskrise glätten. Am Montag trat Cromme Spekulationen um einen Vorstandsumbau sowie um die Nachfolge von Konzernchef Klaus Kleinfeld entgegen.

Berichte über Überlegungen zur Struktur des Vorstandes seien ebenso falsch wie Spekulationen über geheime Absprachen mit IG-Metall-Vize Berthold Huber, erklärte Cromme Aufsichtsratskreisen zufolge in einem Brief. "Auch die Namen möglicher Kandidaten für den Vorstandsvorsitz sind frei erfunden", wurde Cromme zitiert.

Die seit Monaten schwelende Korruptionsaffäre bei dem Unternehmen hat unterdessen auch in der Konzernkommunikation personelle Konsequenzen. Siemens gab die Ablösung von Kommunikationschef Janos Gönczöl bekannt, der das Unternehmen Ende Mai "auf eigenen Wunsch" verlasse. Nachfolger wird Stephan Heimbach, der zuletzt die Abteilung "Corporate Messages" leitete. "Die Gestaltung der Kommunikation in dieser turbulenten, durch viele Gerüchte und Spekulationen geprägten Zeit war nicht immer einfach", erklärte Gönczöl. "Mit diesem Schritt erhoffe ich mir, dass auch die Kommunikation wieder in ein ruhigeres Fahrwasser gelangt."

Wegen der Bestechung zweier Geschäftsführer des italienischen Stromkonzerns Enel hat indes im Darmstädter Siemens-Korruptionsprozess die Staatsanwaltschaft Freiheitsstrafen für die angeklagten Ex-Siemens-Manager gefordert. Siemens selbst soll 98 Millionen Euro Gewinn aus dem Enel-Geschäft an die Staatskasse abführen. 

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