Cromme hofft auf baldige Aufklärung der Siemens-Korruptionsaffäre

München - Die Aufklärung der Schmiergeldaffäre beim Münchner Siemens-Konzern könnte nach Darstellung des Siemens- Aufsichtsratschefs Gerhard Cromme im Frühjahr in den Grundzügen abgeschlossen sein. Nach Angaben der "Welt am Sonntag" hofft Cromme, bis dahin ein umfassendes Dossier der Siemens-Ermittler der US- Kanzlei Debevoise zu erhalten.

Er habe von den Ermittlern neue "substanzielle und gravierende Hinweise" erhalten, die die Aufklärung enorm voranbringen könnten, sagte Cromme der Zeitung. "Noch sind wir also nicht durch", fügte er hinzu.

Cromme sagte, die Schmiergeldzahlungen seien keine Einzelfälle gewesen. Stattdessen habe es eine systematische Korruption gegeben, die auch dem Aufsichtsrat verheimlicht worden sei. Der Vorstand habe dem Aufsichtsrat immer nur von Einzelfällen berichtet, denen nachgegangen werde und die abgestellt wurden. "Im Nachhinein müssen wir als Aufsichtsrat aber feststellen, dass diese Schilderung nicht zutreffend war", kritisierte er.

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