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Österreich will nun eine "CSI Hypo" ins Rennen schicken.

"CSI Hypo" ermittelt

Wien - In der Affäre um den Verkauf der Hypo Alpe Adria an die BayernLB soll nun ein Team von 100 Ermittlern die genauen Hintergründe aufklären.

Eine “CSI Hypo“ soll es nach dem Willen von Österreichs Finanzminister Josef Pröll werden: Um die Vorgänge rund um die frühere BayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria vollständig aufzuklären, kündigte Pröll eine Truppe von 100 Finanzermittlern an, berichteten mehrere Zeitungen am Samstag. Das Team werde die mögliche Haftung von Hypo-Gremien und Schadenersatzansprüche prüfen, sagte der Minister und Vizekanzler.

“Wir werden jeden Beleg umdrehen“, zitierte ihn “Die Presse“. Es werde eine Gruppe von verschiedenen Experten zusammengestellt, die unter anderem der Finanzmarktaufsicht, der Nationalbank und dem Finanzministerium angehören.

Während Polizei und Staatsanwaltschaft strafrechtlich ermitteln, liegt der Fokus der neuen Einheit auf der zivilrechtlichen Dimension. Alle Prüfberichte, Steuerakte, Verträge und Computerdaten der vergangenen 15 Jahre würden durchleuchtet, sagte der Politiker.

Derzeit untersuchen Ermittler in Bayern und Österreich, ob die marode HGAA im Jahr 2007 zu teuer an die BayernLB verkauft wurde. Die BayernLB stellt dazu ein eigenes Ermittlerteam ab. Außerdem besteht der Verdacht, dass sich eine Tochter der BayernLB die Zustimmung des Kärntner Landeschefs Jörg Haider mittels Sponsoring für ein Fußballstadium erkauft hat. Kurz vor Weihnachten musste die marode Kärntner Bank an Österreich abgetreten werden.

dpa

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