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Die deutschen Autokonzerne sollen Opel helfen. Das fordert der CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt.

CSU-General Dobrindt: Deutsche Autokonzerne sollen Opel helfen

Berlin - CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt hat die deutschen Autohersteller aufgefordert, ein Konzept zur Kooperation oder eine Übernahme von Opel vorzulegen. Autoexperte Willi Diez sieht chinesische und indische Hersteller als potenzielle Partner an.

Dobrindt sagte der “Bild“- Zeitung : "Das ist der richtige Weg, um die deutschen Opelstandorte mit ihren zigtausend Arbeitsplätzen zu sichern." Die deutschen Autohersteller hätten nun “die einmalige Gelegenheit, sich mit Opel im besonders zukunftsträchtigen Segment der Klein- und Mittelklassewagen breiter aufzustellen“.

Er forderte den schwer angeschlagenen amerikanischen Mutterkonzern General Motors (GM) gleichzeitig auf, den Weg für einen Neuanfang von Opel freizumachen. “Deutschland muss GM klarmachen, dass es Finanzhilfen vom Bund nur gibt, wenn im Gegenzug Opel aus dem GM- Konzern herausgelöst wird. Zu einem Neuanfang gehört auch, dass GM endlich seine konzerninternen Schulden von über eine Milliarde Euro bei Opel begleicht.“

Chinesische und indische Hersteller als potenzielle Partner

Unterdessen hält der Autoexperten Willi Diez es für möglich, dass Opel von einem chinesischen oder indischen Hersteller übernommen wird. Der indische Tata-Konzern oder die chinesischen Hersteller Chery und Geely seien potenzielle Interessenten für das deutsche Unternehmen, sagte Diez der "Bild"-Zeitung. Denkbar sei auch ein Zusammenschluss mit dem französischen PSA-Konzern, zu dem die Marken Citroen und Peugeot gehören. Der Bremer Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel sprach sich für eine eine Mitarbeiterbeteiligung aus: "GM sollte Opel-Anteile an Bund und Länder abgeben, die Mitarbeiteraktien an die Belegschaft weiterreichen könnten."

dpa/ap

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