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CureVac: Technologiechefin kehrt Biotech-Unternehmen den Rücken

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Corona-Impfstoff CureVac mit Spritze
Die Technologiechefin des Impfstoffherstellers CureVac zieht sich zurück. © Martin Wagner/Imago Images

Nach dem Rückschlag für den Corona-Impfstoff CureVac zieht sich die Technologiechefin der Firma nun zurück, wie das Tübinger Unternehmen mitteilte.

Frankfurt - CureVac*-Technologiechefin Mariola Fotin-Mleczek verlässt das Biotechunternehmen. Sie werde sich Ende Januar von ihrem Posten nach fast 16 Jahren wissenschaftlicher Leitung bei CureVac zurückziehen, teilte die Tübinger Firma am Montag mit.

CureVac: Chefin möchte Familienunternehmen in Polen aufbauen

In ihrer Heimat Polen wolle Fotin-Mleczek ein Familienunternehmen außerhalb der Biotechbranche aufbauen. Fotin-Mleczek arbeitet seit 2006 bei CureVac, wurde 2013 in den Vorstand berufen und war für die Entwicklung und die präklinischen Tests der mRNA-Technologieplattform des Unternehmens in den Bereichen prophylaktische Impfstoffe, Onkologie und Molekulartherapie verantwortlich. Künftig soll Chief Scientific Officer Igor Splawski die weitere Entwicklung der mRNA-Technologie von CureVac leiten.

Im ersten Corona*-Jahr waren die Tübinger noch ganz vorne mit dabei bei der Entwicklung eines ersten Impfstoffs - inzwischen ist es um das Biotech-Unternehmen Curevac recht still geworden. Nach dem Rückzieher des Impfstoffkandidaten CVnCoV wegen vergleichsweise schwacher Wirksamkeit aus dem Zulassungsverfahren will Curevac nicht schon wieder Schiffbruch erleiden und plant mit seinem britischen Partner GlaxoSmithKline (GSK) „eine Vorreiterrolle“ bei der Entwicklung eines neuen Impfstoffs der zweiten Generation. Das Ziel: Der neue Impfstoff* soll unter anderem einen langanhaltenderen Schutz gegen neue Varianten in einer einzigen Impfung bieten.

Seit Wochen untersuchen mehrere Pharmaunternehmen, ob es einer Anpassung ihrer Impfstoffe an die sich immer rascher ausbreitende Coronavirus-Variante Omikron bedarf. Ursprünglich wurden die Vakzine gegen den sogenannten Wildtyp von Sars-CoV-2 entwickelt, der Ende 2019 zuerst in China entdeckt worden war. Während die seit dem Jahreswechsel 2020/2021 eingesetzten Mittel aber auch gegen später virulente Mutanten wie Alpha oder Delta ihre Wirkung zeigten, könnte es bei Omikron anders aussehen.

Corona-Variante Omikron: Biontech und Moderna passen ihre Impfstoffe an

Vor allem die Hersteller der mRNA-Präparate, Biontech*/Pfizer und Moderna, werben seit Beginn ihrer erstmals eingesetzten Impfstoffe mit der Möglichkeit, diese schnell an Virus-Änderungen anpassen zu können. Beide bereiten ihre Mittel bereits seit Monaten auf mögliche Mutationen des Coronavirus vor - unter anderem mit klinischen Untersuchungen.

„Diese Studien haben gezeigt, dass Varianten-Impfstoffe gleich gut vertragen werden und ähnliche Symptome zeigen wie das Original-Vakzin gegen den Wildtyp“, sagte jüngst Biontech-Gründer Ugur Sahin. Unternehmensgründerin Özlem Türeci ging jüngst davon aus, dass die ersten kommerziellen Chargen eines speziellen Omikron-Impfstoffes im März lieferbar sein könnten - und dann auch schon millionenfach. (rtr/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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