Das Logo des biopharmazeutischen Unternehmens Curevac ist am Eingang des Firmensitzes in Tübingen zu sehen.
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Curevac-Zentrale in Tübingen: Das Biotech-Unternehmen baut sein Netzwerk zur Produktion seines geplanten Corona-Impfstoffs weiter aus.

Geplante Produktionsausweitung

Curevac erhöht Schlagkraft: Unternehmen holt nächsten Pharmariesen für Corona-Impfstoff-Produktion an Bord

  • Thomas Schmidtutz
    vonThomas Schmidtutz
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Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac arbeitet mit Hochdruck an seinem Produktionsnetzwerk für seinen noch nicht zugelassenen Corona-Impfstoff. Nun ist auch der Pharmariese Novartis dabei.

München - Das Tübinger Pharmaunternehmen Curevac holt einen weiteren Partner für die Produktion seines Corona-Impfstoffkandidaten an Bord. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis werde bis Jahresende bis zu 50 Millionen Dosen produzieren, erklärte Curevac am Donnerstag in Tübingen nach der Vertragsunterzeichnung. Im kommenden Jahr solle Novartis 200 Millionen Dosen zuliefern.

Nach den Plänen sollen die Lieferungen aus einem Novartis-Werk im österreichischen Kundl ab Sommer starten, erklärte Curevac. Der Wirkstoff der baden-württembergischen Firma befindet sich seit Dezember in den entscheidenden klinischen Studien.

Erst im Februar hatte Curevac das Zulassungsverfahren für seinen Corona-Impfstoffkandidaten gestartet. Dazu habe man der zuständigen Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) im Zuge eines rollierenden Verfahrens erste Datenpakete aus den klinischen Studien zur Verfügung gestellt. Laut früheren Angaben hofft Curevac auf eine Zulassung im zweiten Quartal.

Curevac: Biotechunternehmen baut schlagkräftige Allianz

Curevac bereitet sich seit Monaten auf eine künftige kommerzielle Großproduktion seines Impfstoffs vor und schließt Bündnisse mit anderen Firmen. So werden auch die deutschen Unternehmen Bayer, Wacker und Rentschler sowie der britische Konzern GlaxoSmithKline den Wirkstoff herstellen. Bayer soll nach Angaben der beteiligten Firmen im kommenden Jahr 160 Millionen Dosen produzieren, Wacker und Rentschler werden pro Jahr über hundert Millionen Dosen liefern.

GlaxoSmithKline soll demnach noch dieses Jahr weitere bis zu hundert Millionen Dosen des weltweit vermarkteten Impfstoffs beisteuern. Mit dem britischen Konzern kooperiert Curevac auch in anderer Weise, etwa bei der Weiterentwicklung von Corona-Impfstoffen.

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