Exportwirtschaft

Dämpfer für deutschen Außenhandel

Wiesbaden - Die deutsche Exportwirtschaft hat im Juni einen Rückschlag erlitten. Nach einem starken Mai sanken die Ausfuhren im Monatsvergleich kalender- und saisonbereinigt um 1,5 Prozent.

Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden nach vorläufigen Daten mit. Experten hatten zwar mit einem Rückgang gerechnet, ihn aber geringer veranschlagt. Die Einfuhren gaben mit 3,0 Prozent noch kräftiger nach. Im Mai waren Exporte und Importe noch deutlich gestiegen.

Im Jahresvergleich legten die Ausfuhren im Juni um 7,4 Prozent und die Einfuhren um 1,5 Prozent zu. Während die Exporte in die Eurozone um 3,0 Prozent sanken, zogen sie in Drittländer kräftig um 19,8 Prozent an.

Im ersten Halbjahr stiegen die Ausfuhren um 4,8 Prozent auf 550,4 Milliarden Euro. Trotz der Delle im Juni bleiben die deutschen Exportunternehmen weiter auf Rekordkurs - auch wenn das Wachstum weniger stark ausfallen dürfte als zu Jahresbeginn erwartet.

Der Außenhandelsverbands BGA rechnet für 2012 insgesamt mit einem Plus von gut vier Prozent gegenüber dem vergangenen Rekordjahr. “Das wäre ein gutes Ergebnis angesichts der hohen Basis des Vorjahres“, sagte BGA- Präsident Anton Börner der “Südwest Presse“ (Mittwochausgabe). Zu Jahresbeginn hatte der Außenhandelsverband allerdings noch ein Exportplus von sechs Prozent erwartet.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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