Daimler: Heute ruht die Produktion

- Stuttgart - Einen Tag vor den massiven Protestaktionen von mehreren zehntausend Daimler-Chrysler-Beschäftigten haben Vorstand und Gesamtbetriebsrat ihre Verhandlungen über die geplanten Kostensenkungen fortgesetzt. Das bestätigte der Betriebsrat. Morgen werden in allen deutschen Mercedes-Werken mit insgesamt rund 160 000 Beschäftigten vorübergehend die Produktionsbänder für Pkw und Nutzfahrzeuge stillstehen. Wie viele Fahrzeuge in dieser Zeit nicht produziert werden, wollten Konzern und Betriebsrat zunächst nicht beziffern.

<P>Mercedes-Chef Jürgen Hubbert hat mit dem Abbau von 6000 Arbeitsplätzen in Sindelfingen gedroht, wenn bei der künftigen Produktion der neuen C-Klasse nicht 500 Millionen Euro eingespart würden. Dann könnte die Produktion hauptsächlich nach Bremen und teilweise nach Südafrika verlagert werden. Der Betriebsrat ist bereit, auf rund 180 Millionen Euro zu verzichten.<BR><BR>Die Sparte Mercedes ist mit Abstand der wichtigste Ertragsbringer des Autokonzerns. 2003 trug der Geschäftsbereich mit 3,1 Milliarden Euro zum gesamten operativen Konzerngewinn von 5,7 Milliarden Euro bei.<BR><BR>Gesamtbetriebsratschef Erich Klemm zeigt sich zunehmend enttäuscht über den harten Kurs von Mercedes-Chef Hubbert. "Der harsche Ton und die völlige Unbeweglichkeit in der Sache haben mich schon überrascht und, wenn ich ehrlich bin, auch schockiert", sagte der stellvertretende Aufsichtsratschef der "Welt". Ein Arbeitskampf sei derzeit aber kein Thema. Allerdings könnten die Proteste weitergehen.<BR></P>

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