Daimler: Keine Pläne für Chrysler-Verkauf

- Stuttgart - Die Spekulationen über eine Trennung von Daimler-Chrysler von seinem erneut mit schweren Problemen kämpfenden US-Arm Chrysler reißen nicht ab. "Wir wären geradezu leichtfertig, wenn wir keine Ausstiegsszenarien vorbereiten ließen", zitiert der "Spiegel" ein Vorstandsmitglied in seiner neuen Ausgabe.

Chrysler hatte die Konzernbilanz für das dritte Quartal mit einem Milliardenverlust verhagelt. Die Spekulationen über die Zukunft von Chrysler hatten zugenommen, nachdem Daimler-Chrysler-Finanzchef Bodo Uebber sich in einer Telefonkonferenz wiederholt weigerte, zu direkten Fragen nach einem möglichen Verkauf von Chrysler oder einer Allianz mit anderen Herstellern Stellung zu nehmen. Der Konzern bekräftigte daraufhin frühere Erklärungen, dass es keine Pläne für einen Chrysler-Verkauf gebe.

Zetsche hatte in seiner Zeit als Chrysler-Chef vor einigen Jahren mehrere Werke geschlossen und rund 26 000 Stellen gestrichen. Die USSparte galt daraufhin als dauerhaft saniert. In diesem Jahr sammelten sich jedoch wegen eines Absatzeinbruchs große Neuwagenbestände an, sodass die Produktion drastisch heruntergefahren werden musste.

Der "Spiegel" berichtet nun, ein Szenario sehe vor, dass der Konzern Chrysler ausgliedert und an die Börse bringt. Möglich sei auch, dass sich ein anderer Hersteller an Chrysler beteilige und eigene Modelle in den nicht ausgelasteten US-Fabriken montiere.

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