+
Das US-Justizministerium, das Daimler zu Wochenbeginn wegen Schmiergeldzahlungen in mindestens 22 Ländern angeklagt hatte, wertete das Durchgreifen strafmildernd.

Daimler: 45 Mitarbeiter mussten wegen Korruption gehen

Stuttgart/Washington - Daimler hat in seiner Schmiergeldaffäre konzernintern aufgeräumt. Das Unternehmen ging gegen mehr als 60 Mitarbeiter vor.

Etwa 45 Beschäftigte mussten den Konzern verlassen, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht. Das US-Justizministerium, das Daimler zu Wochenbeginn wegen Schmiergeldzahlungen in mindestens 22 Ländern angeklagt hatte, wertete das Durchgreifen strafmildernd. Daimler und die US-Behörden hatten nach jahrelangem Gerangel einen Vergleich ausgehandelt, um das Verfahren endlich ad acta legen zu können. Die Unterlagen bestätigen das genannte Bußgeld von insgesamt 185 Millionen Dollar. Davon fließen 93,6 Millionen Dollar an das US- Justizministerium und 91,4 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC.

Ganz beendet ist die Sache für Daimler damit aber noch nicht: Der Autobauer steht drei Jahre lang unter Aufsicht. Der ehemalige FBI- Chef Louis Freeh wird überwachen, ob die Stuttgarter ab jetzt saubere Geschäfte machen. Der Konzern selbst hatte Freeh bereits Ende 2006 als Berater eingestellt, um bei der Aufarbeitung der Schmiergeldaffäre zu helfen. Der komplette Vergleich muss noch am 1. April vom zuständigen Richter abgesegnet werden.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Katalonien-Konflikt und Geschäftszahlen beenden Rekordjagd
Frankfurt/Main (dpa) - Am deutschen Aktienmarkt herrscht nach der jüngsten Rekordjagd Katerstimmung. Sowohl die wieder zugespitzte politische Krise um das …
Katalonien-Konflikt und Geschäftszahlen beenden Rekordjagd
Drogeriemarktkette dm startet Digitalisierungs-Offensive
Smartphone für alle - bei dm-Angestellten ist das bald Realität. Die weiter wachsende Drogeriemarktkette will Mitarbeiter digital fit machen. Das nutzt auch den Kunden. …
Drogeriemarktkette dm startet Digitalisierungs-Offensive
Glassplitter in Tiefkühlpizza: Vorsicht vor diesem Produkt
Liebhaber von Tiefkühlpizza sollten gut aufpassen: Ein großer Hersteller ruft jetzt Mini-Pizzen zurück - in ihnen wurden Glassplitter gefunden.
Glassplitter in Tiefkühlpizza: Vorsicht vor diesem Produkt
Tausende Jobs bei Siemens in Gefahr
Bei Siemens jagt ein Sparprogramm das nächste. Schon wieder könnten nun tausende Jobs wegfallen - in zwei Sparten, in denen Konzernchef Kaeser bereits kräftig den …
Tausende Jobs bei Siemens in Gefahr

Kommentare