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Die Schmiergeldaffäre in den USA ist nach einem Vergleich für den Daimler-Konzern beendet. 

Daimler: Schmiergeld-Affäre beendet

Washington - Die Schmiergeld-Affäre hat für Daimler in den USA ein Ende. Der Stuttgarter Autokonzern hat sich mit den Behörden auf eine Zahlung von 185 Millionen Dollar (138 Millionen Euro) geeinigt.

Im Gegenzug setzt das US-Justizministerium das Verfahren aus, und auch die Börsenaufsicht SEC stellt ihre Ermittlungen ein, wie das Unternehmen am Donnerstagabend mitteilte. Das Unternehmen hat für die Zahlung nach eigenen Angaben ausreichende Rückstellungen gebildet. Daimler soll nach Angaben des US-Justizministeriums über ein Jahrzehnt hinweg Regierungsvertreter in China, Russland, Ägypten, Griechenland und mindestens 18 weiteren Staaten bestochen haben. Dabei ging es um Beträge in zweistelliger Millionenhöhe.

Der Betrag, den der Stuttgarter Konzern zahlt, setzt sich laut Daimler zusammen aus einer Geldbuße in Höhe von 93,6 Millionen Dollar und einer Gewinnabschöpfung in Höhe von 91,4 Millionen Dollar. Zugleich akzeptierte Daimler eine Reihe von Auflagen, zum Beispiel die Einhaltung von Anti-Bestechungsvorschriften. Daimler-Chef Dieter Zetsche erklärte: “Wir haben aus den Erfahrungen der Vergangenheit viel gelernt.“ Daimler sei heute ein “besseres und stärkeres Unternehmen“ und werde weiterhin alles tun, um die Einhaltung höchster Standards zur Unternehmensführung einzuhalten.

dapd 

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