Daimler verkauft Areal am Potsdamer Platz an SEB-Bank

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Berlin/Stuttgart (dpa) - Der Autokonzern Daimler verkauft seinen Gebäude-Komplex am prestigeträchtigen Potsdamer Platz in Berlin. Neuer Besitzer des vor neun Jahren auf dem einstigen Mauerstreifen erbauten Komplexes ist die schwedische SEB-Bank.

Das Geschäft soll bis Ende des ersten Quartals 2008 perfekt sein, wie Daimler und die SEB Asset Management AG als Immobilien-Investmenthaus des Finanzinstituts am Freitag mitteilten. Ein Preis wurde nicht genannt. Die Übertragung muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden.

Das Quartier umfasst 19 Gebäude und war unter der Leitung des italienischen Architekten Renzo Piano geplant worden. Es war das erste Großprojekt im neuen Viertel auf der einstigen Brache inmitten der Hauptstadt.

Mit dem Quartier am Potsdamer Platz sei für einen Immobilienfonds ein attraktives Objekt mit Wertsteigerungspotenzial erworben worden, teilte die SEB in Frankfurt mit. Daimler-Vorstand Rüdiger Grube sagte in Stuttgart, es sei ein langfristig orientierter Investor gefunden worden, der den Platz weiterentwickeln werde. Der Verkauf sei Teil der Strategie, sich von nicht betriebsnotwendigen Gebäuden zu trennen. Etwa die Hälfte der Büroflächen in Berlin solle aber langfristig weiter von dem Konzern genutzt werden.

Das Daimler-Quartier war im Oktober 1998 nach Investitionen von rund zwei Milliarden Euro eröffnet worden. Dazu gehören neben Büros und Wohnungen unter anderem ein Musical-Theater, ein Hotel, das Einkaufszentrum "Potsdamer Platz Arkaden" und zahlreiche Restaurants. Zum Ensemble des Potsdamer Platzes gehört als zweites großes Projekt das Sony-Center unter anderem mit der Europa-Zentrale des Elektro-Konzerns und dem Hauptquartier der Deutschen Bahn.

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