+
In Düsseldorf wird der Mercedes-Benz Transporter Sprinter und der VW Crafter gebaut. Foto: Federico Gambarini

Daimler will im Düsseldorfer Sprinter-Werk 650 Stellen abbauen

Stuttgart (dpa) - Der Autobauer Daimler will in seinem Düsseldorfer Sprinter-Werk in den kommenden Jahren 650 Stellen abbauen - zugleich aber mehrere Millionen Euro in den Standort investieren.

Das teilte der Dax-Konzern mit. Demnach sollen für die Nachfolgegeneration des Transporters rund 300 Millionen Euro in die Modernisierung des Standorts fließen.

Düsseldorf soll das Zentrum für die weltweite Produktion der Großtransporter werden. Gleichzeitig will der Autobauer die Zahl der Mitarbeiter über freiwillige Ausscheidungsvereinbarungen bis Ende 2020 um rund 650 verringern. Betriebsbedingte Kündigungen sind aber bis dahin ausgeschlossen. Derzeit sind an dem Standort 6500 Menschen beschäftigt.

Arbeitnehmervertreter zeigten sich erleichtert. "Der Mercedes-Benz-Standort Düsseldorf hat für die Beschäftigung in der Region eine enorme Bedeutung", erklärte IG-Metall-Vize Jörg Hofmann. "Daher sind wir sehr froh, dass der Standort mit den jetzt zwischen Unternehmen und Betriebsrat vereinbarten Eckpunkten für die Zukunft gesichert wurde." Positiv bewertete die Gewerkschaft den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis 2020.

Daimler hatte jüngst den Bau eines neues Sprinter-Werks in Nordamerika angekündigt. Tausende Beschäftigte hatten damals gegen eine befürchtete Stellenverlagerung ins Ausland protestiert.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Apple verklagt Chip-Zulieferer Qualcomm
San Diego - Smartphones brauchen eine Funkverbindung. Im Geschäft mit Chips dafür ist der US-Konzern Qualcomm besonders stark. Zuletzt geriet er zunehmend ins Visier von …
Apple verklagt Chip-Zulieferer Qualcomm
Air Asia treibt Pläne für Europa-Verbindungen voran
Davos/Kuala Lumpur (dpa) - Die malaysische Billigfluglinie Air Asia will im Sommer ihre Flüge nach Europa wieder aufnehmen. Zunächst sei eine Strecke von der …
Air Asia treibt Pläne für Europa-Verbindungen voran
Stürzt Trump die Welt in einen „Handelskrieg“?
Washington - Tiefschwarze Szenarien machen die Runde: Die neue US-Regierung könnte die Welt in einen „Handelskrieg“ stürzen. Es gibt viele Fragen und vorerst nur einige …
Stürzt Trump die Welt in einen „Handelskrieg“?
18.000 demonstrieren gegen "Agrarindustrie"
Berlin - Anlässlich des Beginns der Agrarmesse "Grüne Woche" haben Tausende in Berlin unter dem Motto "Wir haben es satt!" für eine Neuausrichtung der Landwirtschaft …
18.000 demonstrieren gegen "Agrarindustrie"

Kommentare