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Wegen der anhaltenden Auto-Krise rechnet Daimler auch 2009 mit erheblichen Belastungen.

Dramatischer Gewinneinbruch bei Daimler

Stuttgart - Der Autobauer Daimler ist wegen der weltweiten Absatzkrise und milliardenschweren Belastungen durch die Chrysler-Beteiligung aus der Spur geraten. Das operative Ergebnis sackte im vergangenen Jahr dramatisch von 8,7 Milliarden auf 2,7 Milliarden Euro ab.

Das teilte Konzernchef Dieter Zetsche in Stuttgart mitteilte. Der Konzerngewinn schrumpfte von 4,0 Milliarden auf 1,4 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr legte Zetsche keine konkrete Prognose vor. Der Autobauer rechnet jedoch mit erheblichen Rückgängen bei Ergebnis, Umsatz und Absatz.

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Die Talfahrt im laufenden Geschäftsjahr werde alle Geschäftsfelder treffen, teilte der Vorstandsvorsitzende mit. Mit einem Sparprogramm, der Drosselung der Produktion sowie einer Ausweitung der Kurzarbeit soll gegengesteuert werden. Zetsche will mit unterschiedlichen Programmen alleine in diesem Jahr mehrere Milliarden Euro einsparen.

Vor allem die Restbeteiligung von knapp 20 Prozent am schwer angeschlagenen US-Autobauer Chrysler hatte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Stuttgarter im Vorjahr mit 3,2 Milliarden Euro belastet. Außerdem brach beim Herzstück Mercedes-Benz Cars der operative Gewinn um mehr als die Hälfte auf 2,1 Milliarden Euro (2007: 4,8 Milliarden Euro) ein. Auch in der Nutzfahrzeugsparte sank das EBIT von 2,1 Milliarden Euro auf 1,6 Milliarden Euro.

Zudem habe das Ergebnis 2007 höhere Erträge wegen der Übertragung von EADS-Anteilen (2008: 130 Millionen Euro; 2007: 1,6 Milliarden Euro) enthalten, erklärte Zetsche. Der Konzernumsatz schrumpfte von 99,4 Milliarden Euro auf 95,9 Milliarden Euro. Der Absatz belief sich auf 2,1 Millionen Fahrzeuge. Wegen der negativen Ergebnisentwicklung soll die Dividende nach 2,00 Euro im Vorjahr nur noch 0,60 Euro je Aktie betragen.

Trotz des dramatischen Gewinneinbruchs sollen die Beschäftigten noch einen Jahresbonus erhalten. Um die Kostenstruktur zu verbessern ordnete das Management an, dass dieser allerdings nur etwa halb so hoch ausfallen soll wie die Rekordzahlung im Vorjahr. Die Erfolgsbeteiligung für 2008 liegt bei nunmehr 1900 Euro nach 3750 Euro für 2007. In den Genuss der Zahlung kommen 118 000 Mitarbeiter der Daimler AG.

Daimler hatte zuvor bereits zehntausende Mitarbeiter in die Kurzarbeit geschickt. Mehr als 50 000 Beschäftigte des Stuttgarter Konzerns sind bislang betroffen. Der Autobauer hatte zum ersten Mal seit mehr als 15 Jahren zu dieser Maßnahme gegriffen, um die Absatzkrise in den Griff zu bekommen.

dpa

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