Vorstoß chinesischer Behörden

Danone gebremst - neue Regeln nach Milchpulver-Skandal

Paris/Peking - Der Vorstoß der chinesischen Behörden für mehr Lebensmittelsicherheit und daraus resultierende Umwälzungen im Handel haben den französischen Lebensmittelkonzern Danone gebremst.

Das Geschäft mit Säuglingsnahrung - normalerweise einer der Wachstumstreiber im Konzern - entwickelte sich im dritten Quartal nicht mehr so stark wie sonst. Das teilte Danone am Dienstag mit.

Dadurch legte Danones Umsatz aus eigener Kraft zwischen Juli und September nur um 2,1 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro zu. Dies war weniger als Analysten erwartet hatten. Zu aktuellen Wechselkursen ergab sich ein Minus von knapp 2 Prozent.

Vor einigen Jahren hatte ein Skandal um gepanschtes Milchpulver das Vertrauen der Chinesen in heimische Produkte erschüttert. Hamsterkäufe im Ausland, Bestellungen über das Internet oder der Wechsel zu ausländischen Marken wie der von Danone waren die Folge. Jetzt will die chinesische Regierung aber strengere Regeln erlassen und auch die Warenströme aus dem Ausland stärker überwachen.

Da die Händler in Erwartung der neuen Bestimmungen ihre Lagerbestände abbauten, schwächte sich die Nachfrage ab. Die Babynahrungs-Sparte, die in den ersten sechs Monaten noch um 6 Prozent zugelegt hatte, wuchs im dritten Quartal nur noch um 1,7 Prozent.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Alles anders für Millionen Leser: Aldi gestaltet seinen Prospekt radikal um
Die Konkurrenz schläft nicht, deshalb muss Aldi sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen, um bei seinen Kunden im Gespräch zu bleiben. Jetzt hat der Discounter …
Alles anders für Millionen Leser: Aldi gestaltet seinen Prospekt radikal um
Fail bei Aldi: So schmeckt das Oktoberfest mit Sicherheit nicht
Wer auch in Australien in Wiesn-Stimmung kommen will, kann bei Aldi vermeintliche Wiesn-Spezialitäten kaufen. Doch haben die mit dem Oktoberfest nicht viel zu tun.
Fail bei Aldi: So schmeckt das Oktoberfest mit Sicherheit nicht
Siemens-Stellenabbau geringer als geplant
Siemens hält in der Kraftwerksparte an seinem Sparkurs fort - nun im Einvernehmen mit der Gewerkschaft. Die IG Metall konnte durchsetzen, dass in Deutschland mehr …
Siemens-Stellenabbau geringer als geplant
EZB-Chef sieht Preisauftrieb und löst Spekulationen aus
Brüssel (dpa) - Zum Schutz vor künftigen Finanzkrisen sieht der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, weiter erheblichen Reformbedarf in Europa.
EZB-Chef sieht Preisauftrieb und löst Spekulationen aus

Kommentare