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Die durch einen Geldwäsche-Skandal in die Schlagzeilen geratene Danske Bank hat einen Interimschef berufen. Foto: Heikki Saukkomaa/Lehtikuva

Jesper Nielsen an der Spitze

Danske Bank beruft nach Geldwäsche-Skandal Interimschef

Kopenhagen (dpa) - Die durch einen Geldwäsche-Skandal in die Schlagzeilen geratene Danske Bank hat übergangsweise Jesper Nielsen an die Firmenspitze berufen. Das teilte das dänische Geldhaus in Kopenhagen mit.

Nielsen (49) soll die Bank führen, bis ein Nachfolger für den durch den Skandal in Ungnade gefallenen Thomas Borgen (54) gefunden ist. Dieser hatte Mitte September seinen Rücktritt angeboten, nachdem Ermittlungen gegen die größte Bank Dänemarks publik geworden waren.

Laut der Staatsanwaltschaft sollen in einer estnischen Filiale der Danske Bank mehrere Hundert Millionen Euro gewaschen worden sein. Allein in Dänemark drohen der Bank nun Bußen in Millionenhöhe. Borgen bekommt bei seinem Abgang noch ein Jahresgehalt.

Nielsen arbeitet seit 1996 für die Bank und verantwortete zuletzt das Geschäft in der dänischen Heimat. Er sei aber kein Kandidat, um die Rolle des Vorstandsvorsitzenden dauerhaft auszufüllen, stellte Verwaltungsratschef Ole Andersen klar.

Ob auch Andersen über den Skandal stürzt, ist nicht ausgeschlossen. Er selbst hatte Hinweise auf einen möglichen Rücktritt gegeben. Der 62-Jährige hatte im September eingeräumt, dass die internen Sicherheitskontrollen der Bank versagt haben. "Es gab eine Reihe Warnleuchten, auf die nicht reagiert wurde", so Andersen damals. "Die Verhältnisse sind deutlich schlimmer als wir glaubten oder uns auch nur vorstellen konnten, als wir unsere interne Untersuchung einsetzten."

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