"Das große Rabattfinale": Schlussverkauf startet heuer früher

- München - Die Kunden müssen auch in diesem Jahr nicht auf den Winterschlussverkauf verzichten. Heute beginnt in München und vielen anderen Städten der zweiwöchige "Abverkauf" der Winterware - mit Preisnachlässen bis zu 70 Prozent.

<P>"Wir reduzieren bis 60, in Einzelfällen bis 70 Prozent", sagt Hans-Jürgen Gladasch, Geschäftsführer bei Hertie am Bahnhof in München. Auch bei anderen Häusern wird es Preisermäßigungen in ähnlicher Höhe geben. Wegen des bisher vielerorts milden Wetters soll es bei Textilien, Winterkleidung, Schuhen und Sportartikeln die höchsten Reduzierungen geben. Herabgesetzt werden sollen auch Möbel. "Die Lager sind gut bestückt", bestätigt Kathrin Hauber, Sprecherin von Karstadt Oberpollinger in München.</P><P>"Wir haben keinen Winter gehabt, die Waren sind da." Vor allem die warmen Wintersachen wie Mäntel, Schals und Stiefel müssten raus. Weiter seien Wintersportutensilien und Kinderbekleidung im Angebot.</P><P>"Wir hatten keinen Winter, die Waren sind da."<BR>Sprecherin von Karstadt Oberpollinger</P><P>Für den Handel ist der Winterschlussverkauf auch ohne gesetzliche Regelung ein Muss: Zum Ende der Saison muss die Ware raus, damit Platz für die neuen Sommer-Kollektionen geschaffen wird. "Wir versuchen die Winterware nach Möglichkeit zu 100 Prozent zu verkaufen", sagt Gladasch. Es mache keinen Sinn, sie für das nächste Jahr einzulagern. Falls in der zweiten WSV-Woche von der Winterware noch viel da ist, würden weitere Rabatte geprüft.</P><P>Der Landesverband des Bayerischen Einzelhandels (LBE) hat seinen Mitgliedern für den diesjährigen WSV die zwei Wochen vom 24. Januar bis 5. Februar empfohlen. Bernd Ohlmann, LBE-Geschäftsführer, erwartet, dass sich die meisten Geschäfte daran halten. Es mache ja auch Sinn, dass die Händler gemeinsam die Kunden in die Innenstadt lockten. Dank des Wegfalls des Gesetzes, das auch den Zeitpunkt von Sommer- wie Winterschlussverkauf vorschrieb, kann der WSV diesmal eine Woche vorgezogen werden. Das hat laut Ohlmann zwei große Vorteile: Er kollidiert diesmal nicht mit der Münchner Sicherheitskonferenz und der frühen Faschingswoche Anfang Februar.</P><P>Angesichts flauer Konsumlust hatten etliche Händler schon in den vergangenen Wochen mit erheblichen Preisnachlässen und Aktionen um Kunden geworben. Der WSV soll aus Verbandssicht nun aber das "große Rabattfinale" sein.</P><P>Verbraucherschützer raten, auch bei Schnäppchen genau hinzusehen und Preise zu vergleichen. Mit einer deutlichen Belebung der Nachfrage rechnet die Branche allerdings vorerst nicht. "Wir sind zufrieden, wenn wir 2005 beim Einzelhandelsumsatz bei plus minus null rauskommen", sagte Verbands-Hauptgeschäftsführer Holger Wenzel.</P>

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