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Abgefangen und auf CD gebrannt sind Kontodaten Millionen Deutscher auf dem Schwarzmarkt.

Datenklau

Wie man sich schützen kann

Frankfurt - Ein erneuter Datenskandal erschüttert Deutschland. Datenschützer gehen davon aus, dass die Kontodaten von Drei Viertel aller Bundesbürger illegal kursieren. Doch man kann vorbeugen.

Millionen sensibler Datensätze sind nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" illegal im Umlauf. Die CD, die dem Magazin nach eigenen Angaben angeboten wurde, wäre ein weiterer Fall in einer ganzen Reihe aufgetauchter Datensammlungen in diesem Jahr. Die Verbraucherzentralen geben Hinweise, wie sich das Risiko, dass eigene Daten verbreitet werden, reduzieren lässt:

  • Einige Unternehmen bieten gezielt Gewinnspiele oder Verlosungen an, um an Daten zu kommen. Wer teilnimmt, kann den Hinweis, dass die Angaben für Werbezwecke genutzt werden können, streichen oder vorgesetzte Häkchen entfernen.
  • Rabatt- oder Kundenkarten und Umfragen am Telefon sind weitere Methoden, um an Daten zu kommen.
  • Bei Vertragsformularen sollte man nur angeben, was unbedingt nötig ist, und gegebenenfalls nach dem Zweck der Datenerhebung fragen.
  • Kunden können sich bei Unternehmen erkundigen, welche Daten diese über sie gespeichert haben, woher sie die Daten haben und an welches Unternehmen sie die Daten weitergeleitet haben.
  • Sind Daten im Umlauf, können Betroffene der Nutzung bei der verantwortlichen Stelle widersprechen.
  • Bei unerwünschten Werbeanrufen kann man einfach auflegen. Wer das werbende Unternehmen identifizieren kann, kann die Information an die Verbraucherzentrale weitergeben.
  • Die Kontoauszüge sollten regelmäßig kontrolliert werden. Bei Unregelmäßigkeiten wendet man sich an die Bank. Einer unrechtmäßigen Abbuchung sollte so schnell wie möglich widersprochen werden.
  • Wenn ohne Einwilligung Geld abgebucht wurde, sollte Strafanzeige gestellt werden.
  • Die Verbraucherzentrale Niedersachsen beispielsweise hält auf ihrer Internetseite Musterbriefe bereit, mit denen der Datenweitergabe oder unrechtmäßigen Kontoabbuchungen widersprochen werden kann.

ap

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