Dauerstreik: Bahn hofft auf Notfahrplan

Frankfurt - Der Tarifstreit bei der Bahn eskaliert: Claus Weselsky, stellvertretender Chef der Lokführer-Gewerkschaft GDL, verkündete eine Änderung der bisherigen Streiktaktik: Die GDL verschob die für heute und morgen geplanten Arbeitsniederlegungen auf Donnerstag und Freitag. Mit der Ankündigung nehme die GDL in Kauf, dass die Bahn mehr Zeit zur Vorbereitung auf den Ausstand habe.

Dafür soll der Streik mit 30 Stunden aber deutlich länger sein als alle bisherigen in dem Tarifkonflikt.

Sollte die Bahn bis Donnerstag einlenken, werde die GDL ihren Streikaufruf überdenken. Die Gewerkschaft bestehe aber auf Verbesserungen bei Einkommen und Arbeitszeit. Weselsky betonte, dass die Lokführer statt dem Nahverkehr lieber den Fern- und Güterverkehr bestreiken wollen.

Doch das Landesarbeitsgericht Sachsen will über die Berufung der GDL gegen ein entsprechendes Verbot erst Ende nächster Woche am 2. November verhandeln. Sollte die Gewerkschaft dabei Erfolg haben, werde sie künftig den Güter- und Fernverkehr anstelle der Nahverkehrszüge bestreiken, erklärte Weselsky.

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