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Die Börse in Frankfurt am Main.

Börse am Dienstag

Dax erholt sich etwas von Nordkorea-Schock

Der Dax hat nach seinem trüben Wochenstart am Dienstag wieder den Vorwärtsgang eingelegt. Die Krise um Nordkorea rückte etwas in den Hintergrund.

Frankfurt/Main - Knapp über der Marke von 12.200 Punkten ging dem deutschen Leitindex allerdings die Kraft aus - am Nachmittag stand er noch 0,48 Prozent im Plus bei 12.160,11 Punkten.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen stieg um 0,08 Prozent auf 24.731,94 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,67 Prozent auf 2312,24 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor hingegen minimale 0,03 Prozent auf 3429,46 Punkte.

Die Spannungen wegen des neuerlichen nordkoreanischen Atombomben-Tests hätten nachgelassen, schrieb Analyst David Madden vom Broker CMC Markets UK. Dazu stützten gute Stimmungsdaten aus dem chinesischen Dienstleistungssektor die Kurse. China ist ein wichtiger Handelspartner. In der Eurozone stagnierten die entsprechenden Einkaufsmanagerindizes indes - allerdings auf einem hohen Niveau.

Aktien der Merck KGaA im Dax auf Platz eins

Im Dax eroberten die Aktien der Merck KGaA mit plus 2,62 Prozent den ersten Platz. Das Pharma- und Spezialchemieunternehmen will sich möglicherweise von seinem Geschäft mit rezeptfreien Produkten für die Selbstmedikation (Consumer Health) trennen und bereitet derzeit strategische Optionen für den Bereich vor. Diese umfassten auch eine mögliche vollständige oder teilweise Veräußerung sowie strategische Partnerschaften, so Merck.

Im MDax konnte der Spezialchemiekonzern Lanxess die Anleger mit seinen mittelfristigen Finanzzielen nicht überzeugen: Die anfangs freundlichen Aktien drehten ins Minus und verloren zuletzt am Indexende 3,71 Prozent.

Derweil legten die Titel von Morphosys im TecDax um 2,23 Prozent zu, nachdem das Biotechnologie-Unternehmen seine Finanzziele für das laufende Jahr bekräftigt hatte. Die Aktien des Windkraftanlagenbauers Nordex reagierten indes kaum auf die konkretisierten Sparziele - nach zwischenzeitlichen Gewinnen standen sie zuletzt wieder mit 0,44 Prozent im Minus. Bis zu 500 Jobs in Europa gehen verloren.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,15 Prozent am Vortag auf 0,16 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,05 Prozent auf 141,82 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,07 Prozent auf 165,20 Punkte. Der Euro notierte bei 1,1902 US-Dollar. Am Vortag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1920 auf 1,1905 (Freitag: 1,1920) Dollar festgelegt.

dpa

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