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Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX). Foto: Fredrik von Erichsen

Dax erholt sich - Hoffnung auf billiges Geld

Frankfurt/Main (dpa) - Die Hoffnung auf weiterhin billiges Notenbank-Geld hat dem Dax zu einer kräftigen Erholung verholfen.

Eine Ausnahme bildeten die Aktien des Salz- und Düngerherstellers K+S, die knapp ein Viertel an Wert einbüßten, nachdem der kanadische Wettbewerber Potash sein Übernahmevorhaben abgeblasen hatte.

Der deutsche Leitindex stieg um 2,74 Prozent auf 9814,79 Punkte, nachdem er am Freitag bereits im Plus geschlossen und damit seinen Wochenverlust auf knapp eineinhalb Prozent verringert hatte. Der VW-Abgasskandal und Sorgen um die Weltwirtschaft hatten die Kurse zuvor schwer belastet. Mittlerweile liegt das Börsenbarometer seit Jahresbeginn wieder knapp im Plus.

Der MDax der mittelgroßen Werte zog um 2,61 Prozent auf 19 827,18 Punkte an. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 2,62 Prozent auf 1783,27 Punkte nach oben.

Börsianer begründeten die Gewinne am deutschen Aktienmarkt mit der freundlichen Stimmung an der Wall Street. Dort gingen nun mehr und mehr Anleger von einer Verschiebung der Zinswende in den USA ins neue Jahr aus, sagten Börsianer. Weiterhin niedrige Zinsen würden Aktien auch in Zukunft gegenüber anderen Anlageformen wie etwa Anleihen begünstigen.

Die Anteilsscheine von K+S brachen als einziger Verlierer im Dax um 24,66 Prozent auf 23,355 Euro ein. Potash verfolgt seinen Übernahmeversuch wegen der zuletzt stark eingetrübten Marktlage und des heftigen Widerstands der Führungsriege des Kasseler Salz- und Düngemittelherstellers nicht mehr weiter. Die Kanadier hatten seit den Sommermonaten versucht, K+S für 41 Euro je Aktie zu kaufen.

Vor dem Hintergrund immer neuer Details im Skandal um manipulierte Abgastests waren die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) am Vormittag noch auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren abgerutscht. Im Handelsverlauf erholten sie sich jedoch und schlossen mehr als 1 Prozent höher. Börsianer begründeten dies mit dem wieder etwas schwächeren Euro, der die Absatzchancen der exportorientierten Automobilkonzerne wie etwa VW verbessere.

Im SDax fielen die Papiere von HHLA gegen den Trend um 0,59 Prozent. Kurz vor Handelsschluss hatte der Hamburger Hafenbetreiber wegen eines schwächeren Containergeschäfts seine Prognose für das laufende Jahr gekappt.

Der EuroStoxx 50 zog um 3,31 Prozent auf 3190,39 Punkte an. Der CAC-40-Index in Paris verzeichnete Gewinne in ähnlicher Größenordnung, während der FTSE 100 in London um rund zweieinhalb Prozent zulegte. In New York stand der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss mehr als 1 Prozent im Plus.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,43 Prozent am Freitag auf 0,41 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,07 Prozent auf 139,96 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,40 Prozent auf 156,52 Punkte. Der Kurs des Euro gab zuletzt wieder etwas nach und notierte bei 1,1200 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1236 (Freitag: 1,1160) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8900 (0,8961) Euro.

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