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Laut einer Studie haben die Dax-Konzerne von April bis Juni so viel verdient wie noch nie in einem zweiten Quartal. Foto: Christoph Schmidt/Archiv

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Dax-Konzerne mit Bestmarken bei Umsatz und Gewinn

Deutschlands Top-Konzerne haben im zweiten Quartal glänzende Geschäfte gemacht. Dabei profitierten die 30 Dax-Unternehmen nicht nur von der Erholung der Weltwirtschaft. Hält der Schwung auch im zweiten Halbjahr?

Frankfurt/Main (dpa) - Deutschlands Börsenschwergewichte haben einer Studie zufolge von April bis Juni so viel verdient wie noch nie in einem zweiten Quartal.

Beflügelt von der Konjunkturerholung in Europa und der anziehenden Weltwirtschaft stieg der operative Gewinn der 30 Dax-Konzerne gegenüber dem Vorjahreszeitraum zusammengerechnet um fast ein Drittel auf den Bestwert von gut 39 Milliarden Euro. Das geht aus einer Analyse des Wirtschaftsprüfungsunternehmens EY hervor. Die Umsätze - ohne Banken - legten demnach um sechs Prozent auf den Quartalsrekord von insgesamt 344 Milliarden Euro zu. Auch im Gesamtjahr sind EY zufolge Bestmarken in Sicht.

"Die Dax-Konzerne konnten den Schwung der ersten drei Monate 2017 erfolgreich in das zweite Vierteljahr mitnehmen und beim Gewinnwachstum sogar noch eine Schippe drauflegen", erläuterte Mathieu Meyer, Mitglied der EY-Geschäftsführung, am Montag. Angesichts der unsicheren politischen Großwetterlage und wirtschaftlicher Risiken sei die fast durchweg gute Entwicklung der Top-Konzerne bemerkenswert.

"Auch die zweite Jahreshälfte scheint vielversprechend angelaufen zu sein", sagte Meyer. Neun Unternehmen hätten ihre Umsatz- oder Gewinnprognose für das Gesamtjahr nach oben korrigiert, nur zwei Konzerne hätten sie gesenkt. "2017 dürfte also ein Rekordjahr werden", sagte Meyer.

Risiken sieht der Experte in dem wieder stärkeren Euro, steigenden Rohstoffpreisen und der Konjunkturentwicklung in Großbritannien nach dem Brexit-Votum: "Für deutsche Unternehmen steht in Großbritannien viel auf dem Spiel, denn sie sind zum Teil massiv vor Ort engagiert."

Der Euro hatte gegenüber Dollar und Co. zuletzt an Kraft gewonnen. Waren aus Deutschland werden dadurch tendenziell teurer auf dem Weltmarkt, was die Nachfrage dämpfen kann. Zudem entfällt der positive Effekt bei der Umrechnung von im Ausland erwirtschafteten Umsätzen in Euro.

Besonders gut entwickelten sich den Angaben zufolge im zweiten Quartal die Geschäfte in Asien und den USA, die jeweils um zehn Prozent wuchsen. Hier wirkte sich allerdings auch der damals noch schwächere Euro positiv aus.

Die in Europa erwirtschafteten Umsätze stiegen um fünf Prozent. "Europa bleibt der mit Abstand wichtigste Markt für die deutschen Unternehmen – umso wichtiger ist die wirtschaftliche Erholung auf dem europäischen Kontinent, die weiter an Schwung gewinnt", sagte Meyer.

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