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Dax: Niedrigster Stand seit Mai

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Der Schriftzug «DAX» ist im Handelssaal der Deutschen Börse in Frankfurt zu sehen.
Dax: Niedrigster Stand seit Mai  © Boris Roessler / dpa

Schwache Vorgaben der Fernost-Börsen sowie Inflationssorgen haben dem Erholungsversuch des deutschen Aktienmarktes den Garaus gemacht.

Frankfurt/Main - Der Dax fiel am späten Mittwochvormittag auf den niedrigsten Stand seit Mai und notierte 2,31 Prozent tiefer bei 14 842,86 Punkten. Tags zuvor hatte der deutsche Leitindex noch um mehr als ein Prozent zugelegt. Beim MDax der mittelgroßen Börsenwerte stand am Mittwoch ein Minus von 2,21 Prozent auf 33 271,10 Punkte zu Buche. Der Leitindex der Eurozone EuroStoxx 50 büßte rund 2,3 Prozent ein.

Analyst Christian Henke vom Broker IG sieht mehrere Belastungsfaktoren für die Börsen: Die finanzielle Schieflage des Immobilienkonzerns Evergrande, den US-Haushaltsstreit mit einem drohenden Zahlungsausfall der US-Regierung und vor allem die zunehmenden Inflationssorgen. «Angesichts steigender Energiepreise dürfte die Teuerungsrate von Dauer auf einem hohen Niveau verharren. Allzu lange dürfte sich die Notenbank Fed dies nicht anschauen», glaubt Henke. Zinserhöhungen würden an den Börsen Öl ins Feuer gießen. Im Dax gab es nur Verlierer. Am stärksten unter Druck gerieten die Aktien der Deutschen Telekom, die mehr als 5 Prozent einbüßten. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge platzierte die US-Investmentbank Goldman Sachs über Nacht rund 90 Millionen Telekom-Aktien beziehungsweise entsprechende Optionen auf die Anteile bei Investoren. Dies erfolgte im Rahmen eines Finanzierungsgeschäfts des japanischen Technologieinvestors und Telekom-Großaktionärs Softbank.

Die Anteilsscheine von Bayer hielten sich mit minus 0,8 Prozent recht wacker und gehörten damit zu den besten Dax-Werten. Der seit Jahren mit milliardenteuren Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten ringende Agrarchemiekonzern gewann in den USA einen Prozess um angebliche Krebsrisiken des Unkrautvernichters. Die steile Talfahrt der Grenke-Aktien vom Dienstag setzte sich mit minus 10,5 Prozent fort. Tags zuvor hatte der IT-Leasinganbieter nach einem Einbruch im dritten Quartal seine Prognose für das Neugeschäft gesenkt. Darauf reagierten einige Analysten am Mittwoch mit negativen Kommentaren und Abstufungen. (dpa)

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