Terrorzelle von Barcelona hatte 120 Gasflaschen für Anschläge gehortet

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Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (Dax). Foto: Fredrik von Erichsen

Börse in Frankfurt

Sorge vor erneuter Eurokrise belastet den Dax

Frankfurt/Main - Am deutschen Aktienmarkt steigt vor dem am Wochenende anstehenden italienischen Verfassungsreferendum die Nervosität. Die Anleger halten sich vor dem Referendum in Italien am kommenden Wochenende merklich zurück.

So könnte die Abstimmung am 4. Dezember über eine Reform des Senats den Euroraum laut Experten mittelfristig in Probleme stürzen.

Bei einem "Nein" sind Neuwahlen wahrscheinlich, aus denen die euro-kritische Fünf-Sterne-Bewegung als Sieger hervorgehen könnte. Der Dax fiel am Montagvormittag um 0,89 Prozent auf 10 603,60 Punkte. Der Index der mittelgroßen Werte MDax büßte 0,54 Prozent auf 20 799,79 Punkte ein und der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,88 Prozent auf 1711,50 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um gut 1 Prozent nach unten.

Neben dem Italien-Referendum richten sich die Blicke auf die Ölpreise, die weiter nachgaben. So gilt es als zunehmend fraglich, ob das Ölkartell Opec sich in dieser Woche auf die Umsetzung einer im Grundsatz beschlossenen Produktionskürzung einigen kann. Am Nachmittag könnte dann noch EZB-Präsident Mario Draghi mit seiner Rede vor dem Europäischen Parlament für Impulse an den Finanzmärkten sorgen.

Die Aktien der Lufthansa zählten mit einem Minus von 2,14 Prozent zu den größten Verlieren im Dax. Die fortgesetzten Streiks lasten nun doch etwas stärker auf der Stimmung der Anleger. So wollen die Piloten am Dienstag und Mittwoch abermals die Arbeit niederlegen.

Unter Druck gerieten auch Bankenwerte. Nach dem zuletzt guten Lauf der Branche lastete nun die Ungewissheit wegen der Abstimmung in Italien besonders schwer. Die Papiere der Deutschen Bank und der Commerzbank knickten um mehr als 3 Prozent ein.

Für die Anteilsscheine des Versorgers RWE ging es um 2,34 Prozent nach unten, nachdem sich die britischen Bank HSBC kritisch geäußert hatte. Die Experten sehen weiterhin finanzielle und politische Unsicherheiten.

Mit Blick auf die Aktien des Konkurrenten Eon sind die Analysten indes zuversichtlicher geworden. Hier seien die finanziellen und politischen Risiken bereits in den Aktienkurs eingepreist. Die Eon-Papiere stiegen am Montag um 0,18 Prozent.

dpa

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