Aktienindex auf Rekordkurs

Dax überspringt erstmals 11 000 Punkte

Frankfurt/Main - Der Dax hat erstmals in seiner 27-jährigen Geschichte die Marke von 11 000 Punkten geknackt. Im frühen Handel am Freitag übersprang der Leitindex die Hürde angesichts von Fortschritten in der Ukraine- und der Griechenland-Krise.

Gegen 9.40 Uhr kletterte der Dax am Freitag auf 11.013 Punkte und stellte damit ein neues Allzeithoch auf. Der in Minsk unterzeichnete Fahrplan für einen Frieden in der Ostukraine sorgte für Erleichterung an den Börsen. Bereits am Donnerstag hatten die Ergebnisse des Gipfels in Minsk die Börsen weltweit beruhigt. Auch das von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) signalisierte Entgegenkommen in den Verhandlungen zwischen Griechenland und der EU wirkte sich positiv auf die Aktienmärkte aus.

Die politische Unsicherheit habe die euphorische Börsenstimmung zuletzt noch etwas gedämpft und die Aufmerksamkeit der Anleger von dem sich verbessernden wirtschaftlichen Umfeld in der Eurozone abgelenkt. Am Morgen hätten frische Wirtschaftsdaten gezeigt, dass die deutsche Wirtschaft zum Jahresende hin wieder neue Fahrt aufgenommen hat.

Notenbanken fluten Kapitalmärkte mit billigem Geld

„Die Notenbanken fluten die Kapitalmärkte weltweit mit billigem Geld. Zur Aktienanlage gibt es derzeit keine Alternative, so dass die Börsen von einem Rekord zum nächsten laufen“, sagte Portfoliomanager Ludwig Donnert von Orca Capital mit Blick auf die Großwetterlage.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte Mitte Januar mit einer billionenschweren Geldspritze die Börsen euphorisiert und damit nochmal Treibstoff in die Kursrally geschüttet. Dabei ist die Bewertung des Dax laut Donnert immer noch relativ niedrig - sowohl historisch, noch im Vergleich zu den anderen Börsen. Insbesondere gelte dies aber relativ zu den Anleihemärkten.

dpa/AFP

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