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Der Deutsche Bauernverband appelliert an die Molkereien, die höheren Milchpreise einiger Discounter in vollem Umfang den notleidenden Landwirten weiterzugeben.

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DBV: Molkereien müssen Discounter-Preise weitergeben

Berlin - Der Deutsche Bauernverband (DBV) appelliert an die Molkereien, die höheren Milchpreise einiger Discounter in vollem Umfang den notleidenden Landwirten zugutekommen zu lassen. Die Molkereien stünden zwischen Landwirt und Lebensmitteleinzelhandel, sagte Generalsekretär Bernhard Krüsken.

"Wir erwarten natürlich, dass sie die Preiserhöhung nun weitergeben an die Milchbauern"', so Krüsken. Nach Lidl hatten am Mittwoch auch Aldi Nord, Aldi Süd und Netto angekündigt, wegen der angespannten Lage vieler Milchbauern die Preise für Trinkmilch und Butter zu erhöhen. Milch wird mit dem 1. Oktober um vier Cent teurer, Butter um zehn Cent.

Krüsken nannte den Schritt "ein wichtiges Signal". "Wir gehen davon aus, dass das eine Trendumkehr einleitet und nun weitere Unternehmen nachziehen", sagte er. Der Bauernverband hat Krüsken zufolge auch mit Rewe Gespräche geführt. Das Unternehmen habe signalisiert, in den nächsten Tagen ebenfalls die Trinkmilchpreise anheben zu wollen.

Viele der rund 80 000 deutschen Milchbauern fürchten um ihre Existenz, weil der Preis pro Kilo Rohmilch auf etwa 28 Cent eingebrochen ist. Auch die schlechte Ernte und die niedrigen Preise für Schweinefleisch machen den Landwirten zu schaffen.

Zur Agrarministerkonferenz in Fulda forderte der DBV in einer Resolution Sofortmaßnahmen und eine Exportoffensive. Rund 300 Bauern machten mit Protesten auf ihre Situation aufmerksam. Die Minister beraten noch bis Freitag über Wege aus der Krise.

dpa

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