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Merkur-Redakteurin Corinna Maier

Kommentar

Debatte um Managergehälter - Eigentümer am Zug

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Gehaltsexzesse und abgehobene Abfindungen für Manager gehören an den Pranger, findet Merkur-Redakteurin Corinna Maier, eine Gehaltsgrenze durch den Gesetzgeber ist aber nicht nötig. Vielmehr sind die Unternehmens-Eigentümer gefragt.

Managergehälter bieten immer wieder Anlass zur öffentlichen Empörung, vor allem in Wahlkampfzeiten. Tatsächlich ist nicht nachzuvollziehen, warum ein Vorstandsmitglied (ausgerechnet) von Volkswagen 141 Mal mehr bekommen sollte als ein normaler Mitarbeiter des Unternehmens. Auch für den Manager hat der Tag nur 24 Stunden, und auch seine Tätigkeit hat nichts mit Zauberei, sondern nur mit einer bestimmten Leistung im Rahmen der menschlichen Möglichkeiten zu tun.

Gehaltsexzesse, abgehobene Abfindungen und Bonuszahlungen jenseits dessen, was ein Arbeitnehmer in seinem Leben verdienen kann, gehören an den Pranger, keine Frage. Dennoch ist es keine gute Idee, wenn der Gesetzgeber Gehaltsgrenzen vorschreibt. Ganz einfach, weil ihn  das nichts angeht – ebenso wenig wie Tarifverhandlungen in der privaten Wirtschaft oder die Bezüge von Popstars.

Es ist Sache der Eigentümer eines Unternehmens, festzulegen, was ihnen ihr Vorstand wert ist. Das freilich sollte nicht mehr in den Aufsichtsräten ausgeklüngelt werden, sondern Thema der Hauptversammlung sein, wo auch die Kleinaktionäre (die ja ebenfalls Eigentümer sind) mitreden und vor allem mitentscheiden können.

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