+
Honda ist seit mehr als 50 Jahren Kunde bei Takata und am stärksten betroffen. Foto: Franck Robichon

Defekte Airbags: Honda und Nissan rufen noch mehr Autos in Werkstatt

Tokio (dpa) - Die japanischen Autobauer Honda und Nissan müssen wegen der defekten Airbags des Zulieferers Takata ihre Rückruf-Aktionen in Japan noch einmal ausweiten.

Wie das zuständige Ministerium am Donnerstag mitteilte, ruft Honda jetzt noch mal gut 171 000 Autos in die Werkstatt und Nissan knapp 83 000 Stück. Zudem müssten beide Autobauer überprüfen, ob ebenso Wagen außerhalb des Landes betroffen sind. Zuvor hatte Toyota seinen Rückruf ausgeweitet.

Honda hatte bisher weltweit in über 13 Millionen Autos den Austausch der defekten Airbags der japanischen Firma Takata auf den Weg gebracht. Die Airbags können wegen mangelhafter Verarbeitung platzen - dabei kommt es zu einer Explosion, die Teile der Metallverkleidung sprengt und durch den Fahrzeugraum schleudert.

Honda ist seit mehr als 50 Jahren Kunde bei Takata und am stärksten betroffen. Auch Mazda oder Toyota, die US-Konzerne General Motors, Chrysler und Ford sowie BMW haben bereits Autos wegen der Probleme mit Takata-Airbags zurückgerufen. Anwälte gehen von fünf Todesopfern in Amerika und einem in Malaysia aus.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Genug Aktionäre überzeugt: Finanzinvestoren übernehmen Stada
Das lange Übernahmeringen um den hessischen Arzneimittelhersteller ist beendet. Bain und Cinven haben im zweiten Anlauf die nötige Zustimmung der Aktionäre erreicht. Nun …
Genug Aktionäre überzeugt: Finanzinvestoren übernehmen Stada
Schweiz verhängt Zulassungsstopp für manipulierte Porsche-Cayenne-Wagen
Die Behörden in der Schweiz haben einen Zulassungsstopp für bestimmte Modelle des Porsche Cayenne verhängt. Grund dafür ist der Umweltschutz.
Schweiz verhängt Zulassungsstopp für manipulierte Porsche-Cayenne-Wagen
Unternehmer Wöhrl will insolvente Air Berlin übernehmen
Der Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl hat sein Interesse an der Übernahme der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin signalisiert.
Unternehmer Wöhrl will insolvente Air Berlin übernehmen
Studie: Lufthansa-Monopol droht vor allem auf innerdeutschen Strecken
Eine Komplettübernahme der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin würde der Lufthansa vor allem auf innerdeutschen Strecken zu einem starken Monopol verhelfen.
Studie: Lufthansa-Monopol droht vor allem auf innerdeutschen Strecken

Kommentare