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Elmar Degenhart wird neuer Vorstandschef des Autozulieferers Continental

Degenhart wird neuer Conti-Chef

Hannover - Der Schaeffler-Manager Elmar Degenhart wird neuer Vorstandschef des Autozulieferers Continental.

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Schaeffler begrüßt Wechselan Conti-Spitze

Das teilte Conti am Mittwoch in Hannover nach einer Krisensitzung des Aufsichtsrats mit. Degenhart löst Karl-Thomas Neumann ab, der nach einem erbitterten Machtkampf mit Großaktionär Schaeffler abberufen wurde. Zugleich aber muss auch der Schaeffler-Berater Rolf Koerfer seinen Posten als Aufsichtsratschef aufgeben.

Degenhart absolvierte Vorstellungstour

Degenhart hat vor seiner Bestellung zum neuen Chef des Autozulieferers Continental eine ausgiebige Vorstellungstour absolviert. Der 50-jährige Verantwortliche der Schaeffler-Automobilsparte präsentierte sich in den vergangenen Tagen den Kapitalvertretern im Conti-Kontrollgremium, die nicht aus dem fränkischen Familienunternehmen stammen.

Zudem soll er beim Chef der Arbeitnehmerbank, dem IG-BCE-Tarifexperten Werner Bischoff, und sogar bei Kreditgebern von Conti angeklopft haben.

Vor zwei Wochen bei der letzten Conti-Aufsichtsratssitzung, bei der die Installation Degenharts zunächst scheiterte, war der Anwärter auf den Chefposten noch völlig überraschend von der Schaeffler Gruppe präsentiert worden. Mittlerweile ist Degenhart Bestandteil eines Personalpakets, das Schaeffler zusammen mit der Arbeitnehmerbank schnüren musste, nachdem die sofortige Inthronisation gescheitert war. Im siebenköpfigen Conti-Vorstand, in dem in Streitfällen das Mehrheitsprinzip gilt, sollen fünf direkt aus dem Conti-Management stammende Kollegen an seiner Seite sitzen.

“Harter Hund“, aber kommunikativ

Dabei ist auch Degenhart selbst in der Personalabteilung der Continental AG kein Unbekannter. Der bisherige Chef der Automobilsparte von Schaeffler war einst Mitglied der Geschäftsleitung von Continental Teves.

Ein Gewerkschafter beschreibt Degenhart als einen “harten Hund“, der aber die Grenzen kenne. Degenhart trete entschieden auf und arbeite sehr stringent: “Der weiß, was er will.“ Ein anderer Arbeitnehmervertreter sagte, Degenhart sei ein erfahrener Manager, verbindlich, “ziemlich kompetent, ein kommunikativer Typ“.

Bevor Degenhart bei Autozulieferern Karriere machte, hatte er an der Universität Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik studiert. Am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung in Stuttgart machte er seinen Doktor über Reinraumtechnik. Danach leitete er den Bereich Chassissysteme bei Bosch, war bei der Conti-Elektroniktochter Teves und wechselte 2005 auf den Chefsessel des Autositz-Herstellers Recaro.

Als ein Mitglied der Eigentümerfamilie dort 2008 selbst das Ruder übernahm, wurde Degenhart Leiter der Schaeffler-Autosparte, dem größten Unternehmensbereich mit rund fünf Milliarden Euro Jahresumsatz.

AP/pda

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