EU dementiert Bericht zu Euro-Austritt Griechenlands

Brüssel - Griechenland soll einen Austritt aus der Eurozone erwägen. EU-Währungskommissar Olli Rehn dementierte die Aussage, dass ein Sondertreffen der EU-Finanzminister geplant ist.

Die Eurogruppe und die Bundesregierung haben einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach Griechenland den Austritt aus der Währungsunion erwägt. “Spiegel Online“ hatte berichtet, die Finanzminister kämen deshalb am Freitagabend in Luxemburg zu einem Krisentreffen zusammen. Ein Sprecher des Eurogruppenchefs Jean-Claude Juncker wies den Bericht umgehend zurück. Die Lage Griechenlands habe sich nicht zugespitzt.

Auch Regierungssprecher Steffen Seibert dementierte die angeblichen Erwägungen Griechenlands. “Ein Austritt stand und steht nicht zur Debatte“, sagte Seibert der dapd.

Der Euro reagierte mit einem Kurssturz auf die Nachricht.

Dem Bericht zufolge stand auch eine baldige Umschuldung des Euro-Krisenlandes auf der Tagesordnung des Treffens. Von deutscher Seite sollten demnach nur Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen daran teilnehmen. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums sagte, er wolle das angebliche Treffen weder bestätigen noch dementieren.

Nach ARD-Angaben beraten die finanzstarken EU-Länder über eine Umschuldung Griechenlands. Die “Tagesschau“ berichtete am Freitagabend, an dem Treffen nähmen unter anderem Vertreter Deutschlands und Finnlands sowie der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, teil. Bei den Gesprächen gehe es allerdings nicht um einen Austritt Griechenlands aus der Währungsunion.

dapd

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