+
Das Wüsten-Solarstromprojekt Desertec kommt laut dem Rückversicherer Munich Re schneller voran als geplant. Bereits von Ende 2015 an könnte der erste Strom aus der Wüste nach Europa fließen.

Desertec: Erster Strom bereits in fünf Jahren

München - Das Wüsten-Solarstromprojekt Desertec kommt laut dem Rückversicherer Munich Re schneller voran als geplant. Bereits von Ende 2015 an könnte der erste Strom aus der Wüste nach Europa fließen.

Das sagte Desertec-Projektleiter Ernst Rauch der “Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstag). Die Verhandlungen mit den Ländern im Norden Afrikas liefen schneller als gedacht. Man rede mit den Regierungen von Marokko, Algerien und Tunesien über Stromdurchleitungen und erste Projekte. Laufe alles nach Plan, dann könne der erste Spatenstich 2013 erfolgen. Zwei Jahre später soll dann der erste Strom fließen. Entscheidende Hürden sieht Rauch noch bei der Regulierung in Europa. So könne zwar der Strom technisch aus Afrika importiert werden, es sei aber nahezu unmöglich, ihn auch zu verkaufen.

“Gefördert wird per Gesetz nur nationaler Ökostrom. Das muss sich ändern“, forderte Rauch. “Die EU schreibt vor, ab 2012 die Grenzen für Ökostrom aus dem Ausland fallen zu lassen.“ Das vom Rückversicherer Munich Re aus der Taufe gehobene Desertec gilt als größtes Solarstromprojekt überhaupt. Über einen Zeitraum von zehn Jahren kostet es bis zu 400 Milliarden Euro. Desertec hat 17 Gesellschafter, davon sieben aus Deutschland. Rauch sagte in dem Interview, dass geplant sei, noch internationaler zu werden: “Wir wollen noch bis zu acht weitere Partner aufnehmen. Alle müssen laut Gesellschafterbeschluss aus der Mittelmeerregion oder dem Nahen und Mittleren Osten kommen.“

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Allianz Deutschland wächst kräftig
Unterföhring (dpa) - Die Allianz legt auf ihrem deutschen Heimatmarkt kräftig zu. Im ersten Halbjahr stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,8 …
Allianz Deutschland wächst kräftig
Kartellamt will kleine Händler vor Amazon und Co. schützen
Macht Amazon kleineren Händlern den Garaus? Das Bundeskartellamt befürchtet genau das. Deswegen will Chef Andreas Mundt nun rechtzeitig Maßnahmen ergreifen und so „die …
Kartellamt will kleine Händler vor Amazon und Co. schützen
"Suchst Du Ärger?": China verbietet schräge Firmennamen
Chinas Regierung will für Ordnung im Firmenregister sorgen. Darunter leidet nun unter anderem ein Kondomhersteller mit einem enorm langen Namen.
"Suchst Du Ärger?": China verbietet schräge Firmennamen
Verkaufspläne für Air Berlin werden konkreter
Unter hohem Zeitdruck will sich Lufthansa große Teile der Air Berlin einverleiben. Schon in der kommenden Woche könnte nach einem Bericht alles klar sein.
Verkaufspläne für Air Berlin werden konkreter

Kommentare