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Detlef Wetzel erreichte mit nur 75,5 Prozent Zustimmung das schwächste Ergebnis seit 2003.

Mit nur 75,5 Prozent Ja-Stimmen

Detlef Wetzel wird neuer IG Metall Vorsitzender

Frankfurt/Main - Mit dem schwächsten Ergebnis seit 2003 wird der ehemalige Vize Detlef Wetzel zum Ersten Vorsitzenden gewählt. Sein Vorgänger Berthold Huber hatte den Posten zwei Jahre vor der Zeit aufgegeben.

Die IG Metall hat ein neues Führungsduo: Der bisherige Vize Detlef Wetzel wurde am Montag in Frankfurt mit 75,5 Prozent Ja-Stimmen zum Nachfolger von Berthold Huber bestimmt. Zum Zweiten Vorsitzenden der Gewerkschaft wurde Jörg Hofmann mit 77,7 Prozent Zustimmung gewählt. Die Ergebnisse waren vergleichsweise schwach. In der IG-Metall-Geschichte kam bei der Wahl zum Vorsitzenden nur Jürgen Peters auf ein schlechteres Ergebnis als Wetzel. 2003 hatte er 66 Prozent Zustimmung bekommen.

„Wir werden eine gute Arbeit abliefern. Da könnt ihr sicher sein“, sagte Hofmann. Für den Führungswechsel war eigens ein außerordentlicher Gewerkschaftstag einberufen worden. Wetzels und Hofmanns Amtszeit endet daher bereits in zwei Jahren, wenn die Gewerkschaft zu ihrem nächsten ordentlichen Gewerkschaftstag in Frankfurt zusammenkommt.

Kanzlerin hält Rede vor den Delegierten

Noch am Vormittag sollte Kanzlerin Merkel vor den rund 1000 Gästen und Delegierten sprechen. Die IG Metall hat an die Partner der geplanten großen Koalition eine Vielzahl politischer Forderungen zu Arbeitsmarkt und Sozialsystem gestellt.

Huber hatte am Vortag eine positive Bilanz seiner sechsjährigen Amtszeit gezogen, die unter anderem von der Finanzkrise mit ihren verheerenden Auswirkungen geprägt war. „Die IG Metall hat in einem schwierigen Umfeld vieles erreicht und Gutes bewirkt“, sagte er. Manchmal sei aber auch nur gelungen, gerade das Schlimmste zu verhindern.

Lesen Sie dazu auch:

IG Metall bereitet Hubers Abgang vor

dpa

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