Deutsche Ärzte mit Verschreibungsrekord

Berlin - Die deutschen Ärzte haben Kassenpatienten im vergangenen Jahr Pillen, Salben und Infusionen im Wert von 34 Milliarden Euro verschrieben. Jeder Versicherte kommt im Schnitt auf eine stattliche Summe.

Diesen Rekordwert nannte die Techniker Krankenkasse am Dienstag. Das seien zwei Milliarden Euro oder sechs Prozent mehr als noch 2009. Die Patienten zahlten 1,9 Milliarden Euro aus eigener Tasche zu - 13 Prozent mehr als im Vorjahr.

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Die Kasse berief sich auf Statistiken des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung für alle niedergelassenen Ärzte und alle rund 70 Millionen Kassenpatienten. Demnach wurden 693 Millionen Arzneimittel-Packungen verordnet. Das sind knapp zehn pro Kopf und Jahr.

Im Durchschnitt habe jeder gesetzlich Versicherte Medikamente für rund 485 Euro verordnet bekommen, meldete die Kasse weiter. Regional gab es jedoch große Unterschiede, wie es weiter hieß: In Mecklenburg-Vorpommern verordneten Ärzte ihren Patienten mit rund 599 Euro pro Kopf am meisten. Der Wert liegt 24 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. In Bayern bekamen die Patienten Arzneien für 443 Euro pro Kopf. Das sind neun Prozent weniger als im bundesweiten Mittel.

dapd

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