Deutsche Autobranche bleibt auf Erfolgsspur

Frankfurt - Die deutsche Autobranche steuert auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zu. Nach der überraschend schnellen Erholung 2010 erwarten fast 90 Prozent der Unternehmen im kommenden Jahr ein Umsatzplus.

Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC hervor. Ein knappes Drittel der Hersteller und Zulieferer rechne sogar mit eine Zuwachsrate von mehr als 15 Prozent. Neues Wachstum erwarten die Unternehmen auch auf dem derzeit noch schwachen europäischen Markt. Europa ist für 96 Prozent der Befragten nach wie vor der wichtigste Markt. Auch das Geschäft in Nordamerika dürfte sich weiter erholen, der Boom in China hält nach der Einschätzung an. Dem Markt im Reich der Mitte trauen mehr als die Hälfte der 202 befragten Unternehmen langfristig ein Volumen von 30 Millionen Autos jährlich zu - zehnmal so viel wie in Deutschland.

Neben dem Vorzeigemarkt China stehen Indien und Brasilien hoch im Kurs. Die Potenziale in Russland schätzen die Befragten dagegen zurückhaltender ein. “Die Automobilmärkte der Schwellenländer werden für die deutsche Autoindustrie zweifellos weiter an Bedeutung gewinnen. Dies geht auch mit Verlagerungen von Produktionskapazitäten einher, Sorgen vor einem Exodus der Hersteller und Zulieferer vom Standort Deutschland sind jedoch unbegründet“, sagte Felix Kuhnert, Leiter der Sparte Automotive bei PwC. Die deutsche Autobranche hat sich im auslaufenden Jahr schneller erholt als erwartet.

Der Druck in der Krise hat der Studie zufolge unter anderem dazu geführt, dass die Fertigung effizienter gestaltet wurde, Arbeitskräfte flexibler zum Einsatz kommen und der Einkauf internationaler geworden ist. Aber nur jedes zweite Unternehmen habe wegen der Krise seine Investitionen zurückgestellt. Für 2010 haben zahlreiche Hersteller ihre Prognosen mehrfach nach oben geschraubt. Der VW-Konzern stellt einen Absatzrekord von mehr als sieben Millionen Fahrzeugen in Aussicht. Bei Daimler und BMW darf mit Milliardengewinnen gerechnet werden.

dpa

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